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Für Fresenius ist es noch zu früh

Fresenius-Zentrale in Bad Homburg
Fresenius-Zentrale in Bad Homburg © Fresenius

Die Corona-Pandemie hat Fresenius hart getroffen, daraus machte CEO Stephan Sturm bei der virtuellen Bilanz-PK am Dienstag (23.2.) keinen Hehl. Den Umsatz konnten die Bad Homburger währungsbereinigt zwar um 5% auf 36,3 Mrd. Euro steigern. Doch es werde immer schwerer, dieses Wachstum zu erwirtschaften. „Es gibt Hemmnisse“, so der Konzernchef.

Da wegen Corona die Anzahl regulärer Behandlungen zurückging, sank auch die Nachfrage nach Medikamenten. Daher stagnierte das ber. EBIT bei 4,6 Mrd. Euro, der Nettogewinn schrumpfte um 3% auf 1,8 Mrd. Euro. Um die negativen Covid-Effekte bereinigt sei Fresenius jedoch gesund gewachsen, so Sturm, das Geschäftsmodell „absolut in Ordnung“. Daher hält er an den Mittelfristzielen bis 2023 fest, die aber wohl am unteren Ende der Spannen für Umsatz (+4 bis 7%) und Konzerngewinn (+5 bis 9%) liegen dürften.

Dass die DAX-Aktie (35,95 Euro; DE0005785604) in der Gunst der Anleger nicht weit oben steht, ist Sturm bewusst. Um für den Kapitalmarkt attraktiver zu werden, schließt er einen Umbau der Konzernstruktur nicht aus. Dies sei aktuell aber ebenso wenig konkret wie die ab 2023 angekündigte Kosteneinsparung von 100 Mio. Euro pro Jahr, die derzeit nur eine Zielsetzung sei. „Für heute ist es noch zu früh“, so Sturm zur Umsetzung dieser Gedankenspiele. Gleiches gilt jedoch auch für die Aktie. Das Unternehmen ist zwar solide, aber 2021 gibt es chancenreichere Titel.

Fresenius landet daher auf unserer Beobachtungsliste.

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