IT-Dienstleister

Init – Urbane Megatrends sorgen für volle Auftragsbücher

Viele technologische Features rund um eine Haltestelle regelt Init
Viele technologische Features rund um eine Haltestelle regelt Init © Pixabay

Als IT-Dienstleister für den öffentlichen Nahverkehr bietet Init umfassende Lösungen rund um den Betrieb von Bussen und (U-)Bahnen: von der Fahrplan- und Einsatzoptimierung über Ticketing- und Bezahlsysteme bis hin zur Fahrgastinformation. Die Karlsruher, die als weltweit führender Anbieter in diesem Bereich gelten, profitieren dadurch von Megatrends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Nachhaltigkeit. Verzeichnete der Markt für urbane Mobilität 2010 weltweit noch 26 Bio. Fahrgastkilometer, soll er bis 2030 auf 43 Bio. und bis 2050 auf 67 Bio. wachsen.

Dass Init an dieser Entwicklung partizipiert, zeigt ein Blick in die Auftragsbücher der Badener: In den ersten neun Monaten 2021 stiegen die Neubestellungen um 16% auf 138,2 Mio. Euro. Das Problem von Init: Durch den Rohstoff- und Chipmangel konnte die hohe Nachfrage nicht wie erwünscht bedient werden. Gleichzeitig drückten höhere Beschaffungskosten auf den Gewinn. Die von CEO Gottfried Greschner für 2021 ausgerufenen Ziele (Umsatz: 180 Mio. Euro; EBIT: unteres Ende der Spanne von 18 Mio. bis 20 Mio. Euro) werden daher im besten Fall zu Stagnation gegenüber Vj. führen. Diese Entwicklung sorgte für einen Absturz der Init-Aktie (35,35 Euro; DE0005759807) im 2. Hj. von fast 35%, wodurch unsere Empfehlung vom 9.9.20 mit 10% Gewinn ausgestoppt wurde.

Die Lieferengpässe bilden auch für 2022 das größte Risiko, doch die vollen Auftragsbücher stimmen uns zuversichtlich, dass das Wachstum zurückkommt. Unsere Schätzungen zeigen einen Anstieg der EBIT-Marge von 9,8 auf 11,4% – ein Niveau, das zumindest seit 2015 nicht erreicht wurde. Der Gewinn je Aktie sollte 2022 und 2023 um 16,5% p. a. wachsen, die Kapitalrendite (ROCE) im laufenden Jahr auf sehr ordentliche 14,2% klettern. Die Nettoverschuldung könnte zudem komplett abgebaut werden. Trotz der Risiken rund um die globalen Lieferketten überwiegen für uns daher die Chancen. Wer vom Megatrend urbane Mobilität profitieren will, kommt an Init nicht vorbei.

Wir raten daher zum Einstieg bei Init bis 37,00 Euro mit Stopp bei 27,50 Euro.

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