Musik-Streaming

Spotify – Mit Rückenwind raus aus der Pandemie

Spotify-Chef Daniel Ek: Höhere Verluste trotz wachsender Kundenzahl.
Spotify-Chef Daniel Ek: Höhere Verluste trotz wachsender Kundenzahl. © Spotify

Das Geschäftsmodell von Spotify ist wie gemacht für ein Jahr wie 2020: Die Menschen müssen zu Hause bleiben und sich dort irgendwie die Zeit vertreiben. Die einen streamen Filme und Serien, die anderen Musik oder Podcasts. Entsprechend kamen die Schweden ihrem Ziel, die weltweit führende Audio-Plattform zu werden, einen großen Schritt näher.

Am Mittwoch (3.2.) vermeldeten sie, dass die Zahl der monatlich aktiven User (MAU) auf 345 Mio. (+27%) kletterte und damit am obere Ende der Zielspanne lag. Das gilt auch für die wichtigen bezahlenden Kunden, die sich um knapp ein Viertel auf 155 Mio. vermehrten. Der Umsatz stieg um starke 16,5% auf 7,9 Mrd. Euro. Der Gewinnschwelle ist der Konzern indes nicht näher gekommen, der operative Verlust vergrößerte sich von 73 Mio. auf 293 Mio. Euro. Grund waren neben höheren operativen Kosten und Sozialabgaben auch negative Effekte durch den schwachen US-Dollar.

Für 2021 sieht CEO Daniel Ek sein Unternehmen aber bestens positioniert. Denn Corona habe sich durchaus leicht negativ auf das Kundenwachstum ausgewirkt, weshalb er nun Nachholeffekte erwartet. Und das nicht nur wegen neu aufgelegter Inhalte, v. a. im Bereich der Podcasts. Inzwischen ist Spotify auch mit Google und Amazons Alexa vernetzt sowie in die neueste Generation der Playstation- und Xbox-Konsolen integriert. Daher kalkuliert Ek für 2021 mit einem Anstieg auf 407 Mio. bis 427 Mio. MAU. Die Zahl der Abos soll 172 Mio. bis 184 Mio. erreichen.

Umsatzseitig prognostiziert er daher einen Zuwachs auf 9,01 Mrd. bis 9,41 Mrd. Euro. Dass sich der operative Verlust jedoch auf 200 Mio. bis 300 Mio. Euro erhöhen werde, gefiel Anlegern ganz und gar nicht. Sie straften die an der NYSE gelistete Aktie (319,97 US-Dollar; LU1778762911) mit Verlusten von über 8% ab. Damit hält die volatile Seitwärtsbewegung seit Dezember an. Da das Papier seinen Wert aber zuvor in der Spitze mehr als verdreifachen konnte, liegen PB-Leser seit Erstempfehlung vom 8.2.19 mehr als 140% im Gewinn. Weitere Gewinnmitnahmen sind aktuell aber nicht auszuschließen, weshalb ein Einstieg auf dem derzeit hohen Kursniveau riskant ist.

PB-Leser halten Spotify daher weiter. Stopp hoch auf 255,80 Dollar.

 

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 9.2.2021 korrigiert, um in der Chartlegende und der Empfehlung die korrekte Währungsbezeichnung "Dollar" zu verwenden.

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