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Werbeindustrie verliert viele Jobs

Werbeindustrie verliert viele Jobs
© Tim Caspary www.pixelio.de

_ Die Corona-Krise hat die Werbewirtschaft voll erwischt und Spuren bei zahlreichen Agenturen hinterlassen. Laut der Stellenstatistik des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ist die Zahl der Stellenanzeigen der gesamten Werbe- und Marketingbranche im 1. Hj. im Vergleich zum Vj.-Zeitraum um 38% gesunken.

Nach einzelnen Unternehmenstypen differenziert, sind die Zahlen für Agenturen sogar noch schlimmer: Sie kommen nach Auswertung des für sie zuständigen Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen (GWA) sogar auf ein Minus von 40%. Konkrete Zahlen über betriebsbedingte Kündigungen liegen indes nicht vor. Für GWA-Präsident Benjamin Minack besonders besorgniserregend ist, dass die Entwicklung vor allem junge Einsteiger und Nachwuchskräfte trifft. Hatte sich die Branche doch gerade erst gutes Nachwuchspersonal aufgebaut. „Entscheidend wird sein, wie schnell sich die Binnennachfrage und die vorgelagerten Märkte erholen, um auch in unserem Sektor wieder eine Aufwärtsbewegung zu sehen und zum Niveau vor der Corona-Krise zurückzukehren“, sagt ZAW-Präsident Andreas F. Schubert. Er bleibt aber skeptisch. Trotz des Konjunkturpakets, hätten sich die Aufschwungprognosen nach hinten verschoben.

Den Kopf in den Sand stecken muss die Werbeindustrie aber keineswegs. Einen Hoffnungsschimmer bietet das digitale Marketing. Für dieses Jahr prognostiziert der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft eine Steigerung der Werbe-Nettoumsätze um 8,6% auf 3,92 Mrd. Euro. Erwartungsgemäß hat sich die Corona-Krise zunächst auch auf diese Sparte der Werbebranche in den ersten zwei Quartalen (von 888 Mio. auf 854 Mio. Euro) niedergeschlagen. Im Q3 erholten sich die Umsätze bereits wieder und werden nach Schätzungen des OVK-Vorsitzenden Rasmus Giese auf 943 Mio. Euro ansteigen. Unternehmen verlagern offenbar ihre Budgets signifikant in digitale Kanäle. Sicherlich auch, weil die Corona-Pandemie die Verbreitung und die Nutzung digitaler Medien nochmals verstärkt hat.

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