Sponsored Content

Biotech: Marktbereinigung schafft neue Basis

Historisch niedrige Bewertungen, strategische Käufer und wissenschaftlicher Fortschritt schaffen laut Bellevue Asset Management neue Chancen im Biotech-Sektor – ein Umfeld, von dem auch BB Biotech profitieren könnte.

Dr. Christian Koch, Leiter Investment Management Team von BB Biotech*,
Laboratory assistant with microscope bio tech.
Laboratory assistant with microscope bio tech. © AdobeStock

Der Biotech-Sektor blickt auf eine der härtesten Phasen seiner Geschichte zurück. Seit dem Höchststand im Jahr 2021 – damals befeuert durch pandemiebedingte Sonderkonjunktur – haben steigende Zinsen die Kapitalkosten verteuert und überzogene Erwartungen an Technologien wie mRNA oder Gen-Editing zu einer deutlichen Abkühlung geführt. Vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen litten unter Kursverlusten, die Kapitalaufnahme wurde spürbar schwieriger. In dieser Marktbereinigung sind zahlreiche Geschäftsmodelle verschwunden, gleichzeitig wird Kapital disziplinierter und gezielter eingesetzt. Damit ist ein Umfeld entstanden, in dem Qualität, solide Daten und differenzierte Ansätze wieder stärker zählen.

Bewertungen auf historisch tiefem Niveau

Die Bewertungssituation ist derzeit einer der bemerkenswertesten Aspekte im Biotech-Sektor. Viele Small Caps handeln nahe oder sogar unter ihrem Nettocashbestand – ein Niveau, das zuletzt in der Post-Dotcom-Ära erreicht wurde. Auch Mid Caps notieren deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Biotech insgesamt bewegt sich auf einem 20- bis 30-Jahres-Tief.

Für Investoren bedeutet dies: Die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und Marktpreis ist so groß wie selten zuvor. Historisch betrachtet waren vergleichbare Konstellationen häufig Ausgangspunkte für langfristige Neubewertungen. Auch BB Biotech (32,55 CHF; CH0038389992) selbst wird mit einem Abschlag von rund 10% auf den inneren Wert gehandelt.

Strategische Käufer sind aktiv

Ein Beleg für die strukturelle Stärke des Sektors ist die jüngste M&A-Welle. Strategische Käufer wie Johnson & Johnson, Sanofi und Merck & Co. haben in den vergangenen Monaten Milliardenbeträge in Biotech-Innovationen investiert. Die Übernahme von Intra-Cellular Therapies durch Johnson & Johnson (USD 14,6 Mrd.), das Gebot von Sanofi für Blueprint Medicines (bis zu USD 9,5 Mrd.) oder das Kaufangebot von Merck & Co. für Verona Pharma (USD 10 Mrd.) unterstreichen: Big Pharma ist bereit, substanzielle Prämien für differenzierte Technologien zu zahlen.

Innovation als wichtigster Kurstreiber

Das zweite Quartal hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark wissenschaftliche Innovation weiterhin als Wachstumstreiber wirkt. Mehrere unserer Beteiligungen haben bedeutende regulatorische und klinische Meilensteine erreicht: Argenx erhielt die Zulassung für Vyvgart Hytrulo als subkutane Fertigspritze – ein wichtiger Schritt für eine vereinfachte Anwendung und höhere Patientenakzeptanz. Alnylam Pharmaceuticals sicherte sich die EU-Zulassung für Amvuttra bei ATTR-Kardiomyopathie und hat damit das Marktpotenzial weit über die ursprüngliche Indikation hinaus erweitert.

Auch bei klinischen Studien wurden Akzente gesetzt: Ionis Pharmaceuticals präsentierte überzeugende Phase-III-Daten für Donidalorsen zur Behandlung von hereditärem Angioödem und erwartet im weiteren Jahresverlauf wichtige Phase-III-Resultate für Olezarsen. Zudem meldete Vertex bei Typ-1-Diabetes vielversprechende Ergebnisse mit der Inselzelltherapie VX-880 – eine Innovation mit disruptivem Potenzial.

Regulatorische Unsicherheit bleibt ein Risiko

Neben Markt und Bewertung prägt auch das regulatorische Umfeld die Branche. In den USA wird derzeit intensiv über das Most-Favoured-Nation-Preismodell diskutiert, das Medikamentenpreise an die niedrigsten internationalen Vergleichspreise koppeln würde. Da rund 80% der weltweiten Pharma-Gewinne in den USA erwirtschaftet werden, hätte ein solcher Schritt enorme Auswirkungen: Preisdruck im wichtigsten Markt der Welt, die Gefahr eingeschränkter Medikamenteneinführungen in Europa und ein Balanceakt zwischen globaler Margensicherung und fairem Zugang zu Innovation.

Meine Einschätzung: Ich erwarte keine Entwicklung, die den Marktzugang grundsätzlich infrage stellt. Für den kommerziellen, nicht von Medicare oder Medicaid regulierten Markt garantiert die US-Verfassung de facto freie Preisgestaltung. Unternehmen könnten im Minimalfall neue Medikamente ausschließlich dort lancieren und ihre Margen sichern. Neurocrine ist ein Beispiel: Mit einem fast ausschließlich in den USA vertriebenen Medikament erzielt das Unternehmen rund drei Milliarden US-Dollar Umsatz – trotz regulatorischer Unsicherheiten. Dieses Modell zeigt, dass sich auch in einem verschärften Umfeld attraktive Geschäftsstrategien realisieren lassen. Für Investoren bedeutet das: Politische Eingriffe sind ein Risiko, doch sie ändern wenig an der strukturellen Innovationskraft der Branche.

Ausblick: Pipeline als Taktgeber im zweiten Halbjahr

Im zweiten Halbjahr erwarten wir zahlreiche Impulse – sowohl durch potenzielle Marktzulassungen als auch durch klinische Studien mit richtungsweisender Bedeutung. Vier zentrale Zulassungsentscheidungen stehen noch dieses Jahr an: Scholar Rock rechnet mit der Freigabe für Apitegromab zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie, Ionis steht mit Donidalorsen vor der Zulassung bei hereditärem Angioödem, Agios arbeitet auf die Zulassung von Mitapivat bei Thalassämie hin, und Biohaven verfolgt mit Troriluzol einen neuartigen Ansatz gegen spinozerebelläre Ataxien. Darüber hinaus erwarten wir wichtige Studiendaten – unter anderem zu Olezarsen (Ionis), zum CMV-Impfstoff mRNA-1647 (Moderna) und zur PI3Kα-Innovation RLY-2608 von Relay Therapeutics.

Die Erfolge vieler Unternehmen im laufenden Jahr sind mehr als nur Einzelereignisse – sie unterstreichen, dass wissenschaftlicher Fortschritt auch 2025 der zentrale Werttreiber für den Biotech-Sektor bleibt und gezielte Selektion belohnt wird. Das zweite Halbjahr 2025 dürfte von entscheidenden Fortschritten geprägt sein – und bestimmen, welche Unternehmen den Sprung von der Entwicklung in die Kommerzialisierung schaffen.

*Disclaimer

Nur für professionelle Anleger. Das vorliegende Advertorial wird von Bellevue Asset Management herausgegeben. Das Unternehmen ist als Verwalter von Kollektivvermögen zugelassen, wird von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsichtsbehörde beaufsichtigt und fungiert als Portfolioverwalter der Investmentgesellschaft BB Biotech.

Die obigen Angaben basieren auf den Meinungen und Schätzungen von Bellevue Asset Management und BB Biotech. Sie sind subjektiver Natur. Emissionsprospekte, Statuten, Jahres- und Quartalsberichte, Kursinformationen und weitere Angaben zur BB Biotech sind kostenlos erhältlich bei der Gesellschaft, BB Biotech, Schwertstrasse 6, 8200 Schaffhausen, und beim Investmentmanager, Bellevue Asset Management, Theaterstrasse 12, 8001 Zürich, sowie unter www.bbbiotech.ch.

Jede Nennung des Unternehmens oder Wertpapiers stellt keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten dar. Änderungen der Positionen und Allokationen bleiben vorbehalten.

Die vergangene Performance ist keine Garantie für die zukünftige Entwicklung.

Abonnieren Anmelden
Zum PLATOW Brief