Hannover Rück gibt Gas
Unsere Kaufen-Empfehlung für Hannover Rück von Anfang August trug nach erfreulichen Q2-Zahlen schon Früchte. Rd. 13% legte die DAX-Aktie (164,85 Euro; DE0008402215) in einem schwachen Gesamtmarkt zu.
„Der Preis ist das, was du bezahlst. Der Wert ist das, was du erhältst.“
Unsere Kaufen-Empfehlung für Hannover Rück von Anfang August trug nach erfreulichen Q2-Zahlen schon Früchte. Rd. 13% legte die DAX-Aktie (164,85 Euro; DE0008402215) in einem schwachen Gesamtmarkt zu.
Nach wie vor sehen wir die defensiven Qualitäten von Munich Re als große Stärke. Mit einem knappen Minus von 5% halten sich die Verluste der DAX-Aktie (256,90 Euro; DE0008430026) YTD vergleichsweise in Grenzen, wozu solide Q2-Zahlen und ein 12%-Schub seit Anfang August beitrugen.
Im Lebensversicherungsgeschäft ist Allianz schon seit 2018 in China aktiv. Nachdem die US-Tür im Fondsgeschäft durch den Verkauf an die ehemalige ING-Tochter Voya Financial geschlossen werden musste (vgl. PB v. 15.6.), erkunden die Münchner nach bislang nicht offiziell bestätigten Berichten, ob es möglich ist, mit einer chinesischen Bank ein Joint Venture zum Vertrieb von Fondsprodukten im Reich der Mitte aufzusetzen. Der dortige Markt wird auf etwa 4,3 Bio. US-Dollar geschätzt und gilt als wachstumsstark und lukrativ.
Stabil wie ein Brett liegt die Talanx-Aktie (35,40 Euro; DE000TLX1005) seit unserer Empfehlung in PB v. 13.7. im Markt. Dazu passt, dass mit den Q2-Zahlen neue Fakten vorliegen, die zeigen, dass die Hannover Rück-Mutter trotz der Belastungen aus dem Ukraine-Krieg auf Kurs ist.
Zum ersten Mal schauen wir uns auf Leserwunsch heute Nürnberger Beteiligung an, die als Muttergesellschaft der Nürnberger Versicherung sowie der traditionsreichen Augsburger Fürst Fugger Privatbank fungiert.
Mit sehr guten Q2-Zahlen (4.8.) wird Hannover Rück bei den Analysten Revisionsbedarf auslösen. Die Bruttoprämien lagen zum 1. Hj. (wb. +13%) rd. 10% über den Schätzungen und ließen CEO Jean-Jacques Henchoz das Jahresziel auf mehr als 7,5% (zuvor: mind. 5%) anheben.
Nach den Milliardenverlusten von Kunden der Fondstochter AGI im Zuge des „Structured Alpha“-Skandals hat sich der Abwärtstrend der Allianz-Aktie (176,14 Euro; DE0008404005) fortgesetzt.
Die Talanx-Aktie (35,90 Euro; DE000TLX1005) hat zwar seit Jahresbeginn 15% an Wert verloren, PB-Leser liegen seit Erstempfehlung im Januar 2021 (vgl. PB v. 11.1.21) aber immer noch rd. 10% im Gewinn.
Im Katastrophenmonat Juni hat die Munich Re-Aktie (225,50 Euro; DE0008430026) gerade einmal 1,6% an Wert eingebüßt und damit relative Stärke ggü. dem DAX (-11,2%) gezeigt.
Direkt nach Beginn des Ukraine-Kriegs ist die Aktie der Hannover Rück mit dem Gesamtmarkt in die Knie gegangen (YTD: Verlust von 16,6%). Naturkatastrophen und Rückstellungen für Kriegsschäden (niedriger dreistelliger Mio.-Euro-Betrag) sorgten denn auch dafür, dass die Q1-Zahlen gemischt ausfielen.
Der erzwungene Rückzug aus dem US-Fondsgeschäft dürfte für Allianz glimpflicher ausgehen als befürchtet.
Wenn Munich Re am Donnerstag (28.4.) zur Hauptversammlung bittet, werden die Themen „Dividende“, „Kriegsschäden“ und „Cyber-Security“ eine wichtige Rolle in der Diskussion einnehmen. Bei allen drei Faktoren sehen wir den Rückversicherer gut positioniert.
Schon Mitte März kündigte Allianz an, die Sach- und Krankenversicherungsaktivitäten in Russland einzustellen. Das fiel den Münchnern auch nicht schwer, denn nach unseren Schätzungen macht das dortige Geschäft deutlich weniger als 1% der Konzernbilanz aus.
Kurz vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hatten wir Münchener Rück erneut zum Kauf empfohlen (vgl. PB v. 23.2.). Direkt danach setzte bei der DAX-Aktie (240,50 Euro; DE0008430026) ein 20%-Abverkauf ein, der das Papier mit einem Tief bei 205,15 Euro deutlich unter unseren Stopp bei 211,30 Euro drückte. Seit Erstempfehlung (PB v. 3.4.20) bleibt dank zeitigen Stopp-Managements ein stolzer Gewinn von fast 50% in unseren Büchern.
Nein, Jubelstürme und ausufernden Optimismus sollten Anleger vom Versicherer Talanx nicht erwarten.
Spätestens wenn der Energieversorger die Preise erhöht, wünscht sich so mancher Verbraucher mehr Unabhängigkeit. Die kann er bei Generac finden. Seit Gründung im Jahr 1959 produzieren die US-Amerikaner Generatoren, mit denen sie sich zunächst an Firmen wandten, inzwischen aber v. a. Privatkunden beliefern, die gut zwei Drittel des Umsatzes ausmachen.
Am Mittwoch (23.2.) präsentiert Munich Re die Jahresergebnisse – so schlecht können sie nicht sein, denn schon tags zuvor ließ der größte Rückversicherer der Welt die Muskeln spielen.
Die von Fed-Gouverneur James Bullard am Freitag (11.2.) geschürten Zinsängste (er sieht den US-Leitzins am 1.7. bei 1%)
machen dem kapitalstarken Rückversicherer Hannover Rück keine Sorge. Die MDAX-Aktie (174,55 Euro; DE0008402215) liegt seit Jahresbeginn rd. 4% vorne.
Mit einem 2021er-Rekordergebnis von 1,01 Mrd. Euro (+50%) hat Talanx die Herbstprognose („bis zu 950 Mio. Euro“) übertroffen. Der Gewinn ist v. a. das Resultat einer Optimierung der Erstversicherungsgeschäfte mit der Industrie sowie Privat- und Firmenkunden (s. a. PLATOW Brief), aber auch eines weiterhin hohen Renditeniveaus bei der Tochter Hannover Rück. Die Hannoveraner konnten so zudem einen hohen Schadenaufwand ausgleichen.
Der Rückversicherer Munich Re wird trotz hoher Kosten für die Corona-Pandemie (geschätzte Belastungen 2021: rd. 800 Mio. Euro) und einer erhöhten Zahl von Naturkatastrophen sehr ordentlich durch das vergangene Krisenjahr gekommen sein (Ziel: Gewinn von 2,8 Mrd. nach 1,2 Mrd. Euro). Die DAX-Aktie (270,05 Euro; DE0008430026) wird daher auch 2022 ein Soliditätsanker in schwierigeren Börsenzeiten sein.
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