PBB – Satte Dividende
Schon knapp 30% ist die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) seit Jahresbeginn gelaufen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
„Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“
Schon knapp 30% ist die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) seit Jahresbeginn gelaufen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
Anlässlich der Pressekonferenz zum abgelaufenen Geschäftsjahr bestätigte Vorstandschef Wolfgang Grenke, in gut einem Jahr die Führung des nach ihm benannten IT-Finanzierers abzugeben. Er werde aber ein aktiver Aufsichtsrat sein, kündigte der Gründer schmunzelnd an. Seine Stellvertreterin Antje Leminsky kennt die Formel des Erfolgs aber ebenso genau: „Wir müssen darauf achten, dass wir einfach bleiben“.
Ihre eigene Vergangenheit holt die aus der notverstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) hervorgegangene Deutsche Pfandbriefbank (PBB) ein. Denn das Spezialinstitut muss möglicherweise für Verluste von umgerechnet 134 Mio. Euro aus ausgelagerten britischen Krediten der HRE haften. Während die PBB die Käufer dieser verbrieften Kredite in der Pflicht sieht, ist der damalige Treuhänder, der Wirtschaftsprüfer Deloitte, gegenteiliger Meinung. Nun wird ein Gutachter in den kommenden sechs Monaten eine finale Entscheidung treffen – mit völlig offenem aber bindendem Ausgang. Die Angst vor einer Belastung und die damit verbundene Unsicherheit hat die PBB-Aktie deutlich unter Druck gebracht.
Mit der Hoffnung auf steigende Zinsen in den USA erlebte auch die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) eine Erholung. Vom Zwischentief bei 8 Euro ging es bei unserer Empfehlung aus dem Frühjahr in der Spitze über 10 Euro, ehe Gewinnmitnahmen einsetzten. Doch auch vom Unternehmen gab es frohe Kunde. Denn das aus der notverstaatlichen Hypo Real Estate hervorgegangene Spezialinstitut will den Aktionären eine Sonderdividende zahlen. Sie stammt aus der Einigung im Milliardenstreit um die Skandalbank Hypo Alpe Adria (PB v. 23.5.). Wie hoch die Auszahlung sein wird, gab die Verwaltung noch nicht bekannt, da auch die Steuerquote eine Rolle spielt. Wir erwarten aber eine Gesamtdividende von 0,75 Euro (nach 0,43 Euro im Vorjahr), woraus sich eine Dividendenrendite für 2017 von 7,6% ergibt. Anschließend dürfte der Ausschüttungsbetrag wieder deutlich fallen.
Mit seinen Zahlen zur Entwicklung des Neugeschäfts in den ersten neun Monaten konnte Grenke den Markt nicht überzeugen. Innerhalb von zwei Handelstagen gab die Aktie (166,35 Euro; DE000A161N30) des IT-Finanzierers satte 6,8% ab. Letzlich blieben die Baden-Badener in beiden wichtigen Segmenten hinter den Erwartungen zurück. In der Leasing-Sparte erreichte das SDAX-Mitglied zwar ein Plus von 16,8% auf 1,1 Mrd. Euro. Das Ziel, das Neugeschäft bis Jahresende um 16 bis 20% zu steigern, erscheint damit aber nur am unteren Rand realistisch. Eine neue Berechnungsmethode und hohe Vertriebskosten drückten überdies die Margen. Die Factoring-Sparte kommt währendessen nicht recht in Tritt. Das Neugeschäft stieg lediglich um 10,6% auf 254,6 Mio. Euro; hier hatte sich das Management deutlich mehr erhofft. Leider sanken auch hier die Margen gegenüber Vorjahr.
Wenn sich die Transparenzanforderungen eines börsennotierten Unternehmens erhöhen, sind das aus Anlegersicht gute Nachrichten, da das betreffende Unternehmen Investoren regelmäßiger und ausführlicher über die operative Entwicklung informiert. Auch bei der UmweltBank können sich Anleger künftig über eine steigende Transparenz freuen, denn die grüne Bankaktie (78,73 Euro; DE0005570808) steigt gut 15 Jahre nach der ersten Notierung im allgemeinen Freiverkehr in den m:access auf. Ab September werden die Papiere im Premium-Segment der Börse München gelistet. Damit wird die UmweltBank-Aktie künftig an allen deutschen Börsenplätzen einschließlich Xetra gehandelt.
Komercni Banka wird von Analysten gerne als eine der gesündesten Banken Europas gerühmt. Die Finanzkrise hat die 60%-Tochter von Société Générale jedenfalls unbeschadet überstanden. Die Tier 1-Quote lag zum Halbjahr bei 15,3%. Die Kehrseite der Medaille ist, dass das Institut von der tschechischen Nationalbank als systemrelevant angesehen wird und sich künftig mit einer noch strengeren Regulierung herum plagen muss.
Rund ein Viertel ihres Wertes hat die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) seit Jahresbeginn verloren. Der Grund: Auch das aus der notverstaatlichen Hypo Real Estate hervorgegangene Spezialinstitut leidet unter den Marktbedingungen. Die niedrigen Zinsen sorgten im Q2 für einen Rückgang beim Ergebnis vor Steuern von rund 31% auf 42 Mio. Euro. Besserung ist kaum in Sicht: Denn die EZB-Politik belastet das Neugeschäft. Für den Finanzierer von gewerblichen Immobilien und öffentlichen Investitionen sorgt das billige Geld für einen enormen Wettbewerbsdruck. Vorstandschef Andreas Arndt musste einräumen, dass die Ziele für das Neugeschäft nicht erreicht werden. Vom 2016er-Zielwert bei 12 Mrd. Euro hat sich der Manager deshalb verabschiedet.
Grenke war vergangene Woche für eine Überraschung gut. Der IT-Finanzierer, der das „leasing“ inwischen aus seinem Namen gestrichen hat, steigerte das Nettoergebnis um fast 29% auf 49,6 Mio. Euro und hob folgerichtig seine Prognose für 2016 an. Aktuell rechnen die Baden-Badener mit einem Überschuss zwischen 98 Mio. und 102 Mio. Euro.
Alle Banken wurden im Zuge der Brexit-Ängste auf Talfahrt geschickt. Auch die Deutsche Pfandbriefbank konnte sich der Entwicklung nicht entziehen. Dabei sind mögliche Auswirkungen für die Unterschleißheimer gering. Denn das aus der notverstaatlichten Hypo Real Estate hervorgegangene Spezialinstitut könnte lediglich unter einer generellen Abschwächung der Konjunktur leiden. Größere Bedeutung haben die niedrigen Zinsen.
Auf einer Investorenkonferenz Anfang des Monats hat Laszlo Bencsik, Vizechef und CFO der größten ungarischen Bank OTP ein optimistisches Bild der kommenden zwei bis drei Jahre gezeichnet. Nach einem Rekordverlust in 2014 und einem durchwachsenen Ergebnis im letzten Jahr würden das laufende und die kommenden Jahre deutlich besser.
Am 14.7.14 haben wir den Titel der Umweltbank zum ersten Mal zum Kauf empfohlen. Aktuell liegen Sie stolze 52% vorne. Der Anfang Mai veröffentlichte Geschäftsbericht zeigt, dass der vergangene Kursanstieg auch durch solide operative Kennzahlen gestützt wird. So konnte bei einem um 4,5% ausgeweiteten Geschäftsvolumen (3 Mrd. Euro) der Jahresüberschuss um 7,2% auf 15,6 Mio. Euro ausgeweitet werden. Das EPS stieg überproportional um 24% auf 6,15 Euro, so dass auch die Dividendenzahlungen für das abgelaufene Geschäftsjahr um 7,7% auf 1,40 Euro je Aktie (78,11 Euro; DE0005570808) angehoben werden konnten (HV am 30.6.).
Das erste Jahr nach dem Börsengang ist fast geschafft. Und auch die erste HV hat die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) nach der Rückkehr aufs Parkett mit anschließender Dividendenzahlung (0,43 Euro) gemeistert. Leider kämpft aber auch das aus der notverstaatlichten Hypo Real Estate hervorgegangene Spezialinstitut mit den niedrigen Zinsen. Abzulesen war dies an den Q1-Zahlen: Unter dem Strich ging der Nettogewinn um rund 5% auf 34 Mio. Euro zurück. Eine auf null reduzierte Risikovorsorge und striktes Kostenmanagement verhinderten stärkere Abschläge.
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Zwar ist Grenkeleasing mit Leasingangeboten groß geworden. Inzwischen bieten die Badener ihren Kunden aber auch Factoring und Banking an. Mit Zustimmung der Hauptversammlung wird der SDAX-Konzern daher voraussichtlich das „Leasing““ aus dem Namen streichen und künftig als Grenke AG firmieren.
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Im vergangenen Sommer gelang der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) der Gang an die Börse, der eigentlich eine Rückkehr war. Denn das Unternehmen ist quasi der Nachfolger des Skandalinstituts Hypo Real Estate. Wir hatten die Aktie damals (PB v. 15.7.15) bei 10,75 Euro zur Zeichnung empfohlen. Der Titel hielt sich in den ersten Monaten nach dem IPO recht stabil im Bereich von 11 Euro. Als aber dann das Börsenklima in Januar/Februar kippte und vor allem Bankaktien wenig gefragt waren, rutschte der Titel durch unseren Stopp. Im Tief glitt der Wert anschließend gar bis unter 7,50 Euro ab.
Während die Deutsche Bank Coco-Bonds (bedingte Pflichtwandelanleihe) zurückkauft, nutzen kleinere Player wie die Umweltbank dieses Finanzierungsinstrument, um die eigene Kernkapitalquote zu stärken. Die Verzinsung des ohne feste Endlaufzeit begebenen Bonds der Umweltbank wird bis 2021 jährlich 2,85% betragen. Wie uns ein Unternehmenssprecher mitteilt, sind seit Mitte Januar 10,5 Mio. Euro des avisierten Emissionsvolumens von 20 Mio. Euro platziert worden.
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„Wir entwickeln uns überall nach und nach zum Marktführer““, beantwortet Wolfgang Grenke auf der Bilanz-PK die Frage zur Wettbewerbssituation von Grenkeleasing. Ein großer Konkurrent steht nach Aussage des CEO zum Verkauf, viele Banktöchter, die im Bereich IT-Leasing und Factoring agieren, litten unter den Problemen der Geldinstitute mit.
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Die Baden-Badener seien noch für höhere Kurse gut, ordneten wir in PB v. 25.9. das Allzeithoch der Grenkeleasing-Aktie bei fast 160 Euro ein. Viel Zeit zum Luftholen blieb tatsächlich nicht: Rund um die Neugeschäftszahlen zum dritten Quartal startete der Anteilschein Anfang Oktober eine neue Aufwärtsbewegung, die bis heute anhält.
Die Anteilscheine der deutschen Großbanken gerieten in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck. Viele Investoren sind offenbar nicht überzeugt, dass die Institute trotz der massiven strukturellen Herausforderungen Werte für die Aktionäre schaffen können. Die Spezialanbieter befinden sich hingegen zumeist weiter im Aufwind. Auch die Nürnberger Umweltbank (62,70 Euro; DE0005570808) reitet unverändert auf der Erfolgswelle. Ihr Aktienkurs tendiert derzeit trotz der allgemeinen Marktturbulenzen in der Nähe des Allzeithochs.
Als wir Neulesern in der Ausgabe vom 17. Juni zum Einstieg bei Grenkeleasing rieten, taten wir das bewusst vor den Halbjahreszahlen des Finanzdienstleisters. Diese halfen dem Papier auf neue Allzeithochs, allerdings ging unser Kauflimit bei 130 Euro nicht auf. Erst bei fast 160 Euro endete der Höhenflug mit nachvollziehbaren Gewinnmitnahmen.
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