Jost Werke rasen davon
Über die vorläufigen Eckdaten für das abgelaufene Q3 von Jost Werke haben wir in PB v. 7.11. bereits berichtet und unseren risikobewussten Lesern die Aktie (48,45 Euro; DE000JST4000) anschließend wieder zum Kauf geraten.
„Erfolgreiches Investieren besteht darin, die Erwartungen anderer zu antizipieren.“
Über die vorläufigen Eckdaten für das abgelaufene Q3 von Jost Werke haben wir in PB v. 7.11. bereits berichtet und unseren risikobewussten Lesern die Aktie (48,45 Euro; DE000JST4000) anschließend wieder zum Kauf geraten.
Trotz nach oben geschraubter Prognose (3.11.) hat die Jost Werke-Aktie (41,90 Euro; DE000JST4000) ihren Ende September begonnenen Erholungskurs erst einmal abgebrochen. Denn die vorläufigen Neunmonatszahlen (finale Zahlen: 14.11.) zeigten, dass der Neu-Isenburger Hersteller von Sattel- und Anhängerkupplungen, Lenksystemen für Anhänger sowie von Frontladern und Arbeitsgeräten für Landmaschinen angesichts steigender Kosten um Margenpunkte kämpfen muss.
Gute Zahlen und ein bestätigter Ausblick haben die Porsche AG-Aktie (104,50 Euro; DE000PAG9113) in ihrem Aufwärtstrend bestätigt. Anleger setzen auf die gute operative Performance der Tochter (Kurs: +26,7% seit IPO), während die Mutter Porsche SE (57,50 Euro; DE000PAH0038) den Ärger der Anleger über die von uns angesprochenen Corporate Governance-Probleme (vgl. PB v. 26.9.) abbekommt (-3,2%).
Trotz Krieg und hoher Verbraucherpreise reißt die Nachfrage bei Mercedes-Benz nicht ab. Im Q3 wuchs der Umsatz um 19% auf 37,7 Mrd. Euro. Gleichzeitig trägt die Strategie, auf teure Fahrzeuge zu setzen, weiter Früchte: Nachdem das EBIT um bemerkenswerte 83% auf 5,2 Mrd. Euro (Marge: 13,8%; Vj.: 9,0%) gesteigert wurde, erhöhte der Automobilhersteller erneut die 2022er-Prognose. Demnach erwarten die Schwaben nunmehr auf Gruppenebene eine operative Rendite „deutlich über Vorjahr“ (zuvor: „leicht über Vorjahr“).
So langsam nimmt die Produktion bei BMW wieder Fahrt auf. Wie der Autobauer am Montag (10.10.) bekannt gab, hat er im Q3 fast so viele Autos verkauft wie im Vorjahreszeitraum. Das Minus von 0,9% fiel dabei weitaus geringer aus als noch zum Jahresbeginn, der von Lockdowns und dem allgegenwärtigen Chipmangel geprägt war. In den ersten sechs Monaten verkauften die Münchner insgesamt 1,16 Millionen Fahrzeuge, 13,4% weniger als im 1. Hj. 2021.
Laut Ifo-Umfrage blicken die Automobilzulieferer mit großer Skepsis auf die kommenden sechs Monate. Bei der ehemaligen Continental-Tochter Vitesco klingt das ganz anders. CEO Andreas Wolf rechnet nach den jüngsten Produktionsverzögerungen mit einer riesigen Nachfrage. Die ohnehin schon sehr gut gefüllten Auftragsbücher dürften damit noch voller werden. Noch wichtiger werten wir die Aussagen, dass die Verfügbarkeit der zuletzt oftmals fehlenden Bauteile besser geworden sei und sich dieser Trend fortzusetzen scheine.
Seit der Übernahme durch Faurecia vor einem Jahr haben wir Hella nicht mehr näher durchleuchtet. Dabei fällt die erst Mitte September in den MDAX aufgestiegene Aktie (66,85 Euro; DE000A13SX22) mit einem Streubesitz von rd. 4% und einer Marktkapitalisierung von 7,5 Mrd. Euro von den Eckdaten noch sehr wohl in unser Universum. Aber gefällt sie uns auch unter Berücksichtigung der Fundamentaldaten?
Im schwierigen Marktumfeld ist das 9,4 Mrd. Euro schwere Porsche-IPO geglückt, ohne zum großen Kracher zu werden. Die Aktie (82,62 Euro; DE000PAG9113) notiert zeitweise rd. 3% über dem Ausgabepreis bei 82,50 Euro.
Während die deutsche Wirtschaft unter den explodierenden Gaspreisen ächzt, könnte Volkswagen laut Informationen von Bloomberg einen enormen Gewinn aus einem früheren Gasgeschäft erzielen. Da der Konzern das Ziel verworfen hat, die eigenen Kraftwerke von Kohle auf Gas umzustellen, werden wohl durch den Verkauf der nun überflüssigen Gaskontrakte knapp 400 Mio. Euro Gewinn generiert werden.
Seit vergangenem Dienstag (20.9.) und noch bis zum kommenden Mittwoch (28.9.) können Anleger ihr Interesse für den Erwerb von stimmrechtlosen Vz.-Aktien der Porsche AG (89,50 Euro im Handel per Erscheinen; DE000PAG9113) bei den Konsortialbanken (BW Bank, Comdirect, Consorsbank, DAB BNP, Deutsche Bank, Sparkassen/Finanzgruppe, LBBW, Maxblue, S Broker und Unicredit) hinterlegen. Aber lohnt sich der Einstieg bei dem ikonischen Sportwagenhersteller, dessen IPO mit bis zu 9,4 Mrd. Euro Emissionserlös zu den fünf größten Börsengängen Europas zählen dürfte?
Am Dienstagmorgen (13.9.) wies das Landgericht Stuttgart eine Klage der Deutschen Umwelthilfe ab, die gefordert hatte, dass Mercedes-Benz ab 2030 aus Klimaschutzgründen weltweit keine konventionellen Verbrenner mehr verkaufen darf. Die Reaktion auf dem Börsenparkett: Die DAX-Aktie (58,56 Euro; DE0007100000) gehörte mit einem Kursplus von 0,7% zu den Tagesgewinnern. Doch auch unabhängig von der Klimaklage haben die Schwaben in Sachen Elektromobilität zuletzt Erfolge vermelden können.
Mercedes-Benz (55,09 Euro; DE0007100000) und Bechtle (38,44 Euro; DE0005158703) haben seit Mitte August prozentual zweistellig verloren.
Der führende Anbieter von Motorrädern Pierer Mobility hat gute Hj.-Zahlen vorgelegt (Umsatz +7,1%; EBIT -9,6%; EBIT-Marge: 8,0 nach zuvor 9,5%) und die Prognose leicht erhöht. Bekannt sind v.a. die Marken KTM und Husqvarna.
SAF Holland kann in der Übernahmeschlacht um den schwedischen Bremsenhersteller Haldex im zweiten Anlauf einen veritablen Erfolg verbuchen. Zum Ende der Annahmefrist (16.8.) hält der LKW-Zulieferer rd. 93% der Anteile, was über der angestrebten Annahmeschwelle von 90% liegt.
Für Progress-Werk Oberkirch läuft es 2022 bislang gut. Die Baden-Württemberger haben sich auf Leichtbauteile spezialisiert, die losgelöst von der Antriebsform im Fahrzeugbau verwendet werden können. Das macht PWO auch im derzeitigen Wandel in der Automobilindustrie spannend.
Der Blick auf den Q2-Bericht von Continental zeigt, dass sich im Vorjahresvergleich bis auf den Umsatz (+13%) alle wichtigen Kennzahlen verschlechtert haben.
Die Modelloffensive und die zugehörige Premium-Strategie von Mercedes-Benz haben es uns angetan:
Die Luxusmarken-Strategie von Mercedes-Benz sorgt für eine kräftige Ausweitung der Gewinnmargen. Weil das zyklische Geschäft aufgrund der guten Modell-Neuaufstellung in den kommenden Jahren florieren dürfte, holen wir uns den Autobauer ins Depot.
Die Luxusmarken-Strategie von Mercedes-Benz (MB) zahlt sich im aktuellen Umfeld aus – und das besser als erwartet. Nach über den Erwartungen liegenden Q2-Zahlen hat das Unternehmen nun die Prognose erhöht.
Outdooraktivitäten liegen weiterhin im Trend. Als Hersteller von Federungen, Federgabeln und Dämpfsystemen profitiert Fox Factory von dieser Bewegung. Die hochwertigen Teile werden von Mountainbike-Herstellern und Automobilkonzernen wie z. B. Canyon und Ford in Fahrrädern (Umsatzanteil: 45%) bzw. Automobilen (55%) verbaut. Damit bedient der Zulieferer zuvorderst zyklische Endmärkte.
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