
Drei Branchen mit KI-Angstabschlägen, die zu hinterfragen sind
Finanzdienstleister, Wissensarbeit und IT-Services stehen unter KI-Beschuss. Wir analysieren anhand von sechs Aktien, ob KI bei diesem Branchen-Trio eher Chance oder Risiko ist.
„Erfolgreiches Investieren besteht darin, die Erwartungen anderer zu antizipieren.“

Finanzdienstleister, Wissensarbeit und IT-Services stehen unter KI-Beschuss. Wir analysieren anhand von sechs Aktien, ob KI bei diesem Branchen-Trio eher Chance oder Risiko ist.
Strategische Weitsicht und Disziplin sind in den Top-Etagen gelisteter Unternehmen nur selten anzufinden. Umso aufmerksamer werden wir, wenn wir Anzeichen davon ausmachen. Bei Adyen, dem holländischen Bezahldienstleister, handelt es sich nicht nur um Anzeichen, sondern einen belastbaren Track Rekord, der weit zurückreicht.
Adyen hat uns schon immer mit seinen überragenden Kennziffern gefallen. Daher war der Zahlungsdienstleister schon in unserer PLATOW Prognose 2022 gelandet. Unsere Empfehlung aus PB v. 9.2.23 wurde jedoch im Zuge der marktbreiten Bewertungskorrektur ausgestoppt.
Derzeit raten viele Experten wieder dazu, bei Aktien verstärkt nach Europa zu schauen.
Adyen erlebt derzeit eine beachtliche Berg- und Talfahrt auf dem Börsenparkett. Nachdem die Aktie des europäischen Zahlungsdienstleisters Anfang August in der Spitze 60% verloren hatte, konnte der Kurs seit Anfang November um über 50% zulegen.
Der niederländische Payments-Anbieter Adyen hat vergangene Woche (17.8.) enttäuschende Zahlen zum 1. Hj. vorgelegt. Die Aktie (768,60 Euro; NL0012969182) verlor satte 39% und handelt mittlerweile so tief wie zuletzt Anfang 2020. Unsere Kaufempfehlung vom Februar bei 1 330,00 Euro wurde bei 995,00 Euro ausgestoppt (Verlust: 25%).
Wie eine Bombe haben die Zahlen von Adyen zum 2. Hj. 2022 am Donnerstag (9.2.) eingeschlagen. Auslöser des Kursrutsches waren deutlich über den Erwartungen liegende Investitionen in neues Personal. Die Aktie sackte um 16% ab. Alle Kursgewinne des noch jungen Jahres sind damit wieder futsch. Seit wir zuletzt bei der Aktie (1 332,45 Euro; NL0012969182) zum Beobachten rieten (vgl. PB v. 19.8.22), hat diese nun über 20% verloren. Die gestrige Reaktion halten wir jedoch für übertrieben.
Starten Sie jeden Sonntag mit unserer kostenlosen Weekend Edition! Sie erhalten exklusive Marktkommentare und Aktienanalysen zu den neuesten Entwicklungen in Deutschland, Europa und den USA. Abgerundet wird unser wöchentlicher Newsletter durch spannende Charts, die Ihnen wertvolle Einblicke bieten.
Jetzt anmeldenIm stark wachsenden Payments-Sektor liegt der Schlüssel zum Erfolg in Technologieführerschaft und schlanken Kostenstrukturen. Während Wettbewerber über die Jahre ein Potpourri von Plattformen zusammengekauft haben, was Komplexität und Kosten in die Höhe treibt, hat Adyen eine eigene Plattform entwickelt.
Die im November begonnene Rotation von „Growth“- in „Value“-Aktien hat teils zu massiven Kursbewegungen geführt. Der Kurs von Delivery Hero hat sich seither halbiert, Deutsche Bank (+20%) und RWE (+14%; s. Beitrag rechts) sind deutlich gestiegen. Der Gesamtmarkt hingegen hält sich erstaunlich wacker. Die meisten Indizes liegen nur wenige Prozent im Minus.
Mit starken Zahlen zum 2. Hj. hat Adyen den Sorgen um eine Wachstumsverlangsamung im E-Commerce eine deutliche Absage erteilt. Transaktionsvolumen (330 Mrd. Euro; +72%) und EBITDA (357 Mio. Euro; +51%) lagen mit 10 bzw. 3% teils deutlich über den Erwartungen. Auch die Marge konnte mit 64% den Konsens sowie das 1. Hj. (beides 62%) deutlich schlagen (Mittelfrist-Ziel: 65%).
Eine neue Corona-Variante hat die Börsen geschockt, die dafür sorgen könnte, dass sich der für 2022 erwartete US-Zinsanstieg noch hinauszögert und gleichzeitig die Energiepreise wieder fallen (s. „Unsere Meinung“ auf S. 1). Das ist gut für Tech-Werte und für Unternehmen, die einen hohen Energiebedarf haben. Wenn sie gleichzeitig noch vom Stay-at-Home-Trend profitieren, sehen wir besonders gute Chancen. Drei solcher Aktien stellen wir Ihnen hier vor.

Wer im Internet Geld ausgibt, bezahlt häufig über die Zahlungsplattform von Adyen. Anders als bei Paypal geschieht dies meist unbewusst. Das europäische Fintech sorgt dafür, dass der Verbraucher mit allen vorhandenen Zahlungsarten wie Kreditkarten, Apple Pay, Klarna und Paypal zahlen kann.
Insolvenzantrag. Vorstandschef Markus Braun auf Kaution frei. Manager Jan Marsalek auf der Flucht in Asien. Beim Zahlungsdienstleister Wirecard ist ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Der Traum vom deutschen Einhorn, das Einzug hält in die High Society der globalen Technologie-giganten, ist mit lautem Knall zerplatzt.
Was ich im Portemonnaie meiner Tochter erblicke, erfüllt mich regelmäßig mit Sorge. Dort findet sich kaum Bargeld. Das liegt nicht an einer knapp bemessenen monatlichen Unterstützung, sondern daran, dass sie als typische Vertreterin der Generation Z bargeldlos unterwegs ist.
Bei den Zahlungsdienstleistern sorgt nicht nur Wirecard regelmäßig für Schlagzeilen. Der hohe Konkurrenzdruck hat zuletzt ein kleines Übernahmefieber im Sektor entfacht. In Frankreich will Ingenico zusammen mit Landsmann Worldline zur globalen Nummer vier aufsteigen – der Deal soll im Q3 finalisiert werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen