Türkische Wirtschaft hält Erdogan die Stange und hofft auf die EU
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Deutsche Medien sehen in Recep Tayyip Erdogan derzeit fast ausschließlich den Sultan und Diktator und kaum noch den Mann, der die Wirtschaft des Landes seit der Machtübernahme der AKP 2002 grundlegend reformiert hat. Erdogan macht es westlichen Beobachtern aber auch nicht leicht. Er tritt die Meinungs- und Pressefreiheit im eignen Land mit Füßen, unterdrückt Minderheiten, erreicht damit aber das Gegenteil innenpolitischer Stabilität, wie zahllose Anschläge und schließlich auch der Rücktritt von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu vor wenigen Tagen zeigen. Die türkische Wirtschaft, die durch die Gastarbeiterfamilien auch in Deutschland über ein dichtes Netzwerk verfügt, steht auch in diesen turbulenten Monaten wie ein Mann hinter Erdogan, der sie immer gefördert hat und nicht nachlässt, die EU-Mitgliedschaft für die Türkei zu erkämpfen. Wie anders und weitaus positiver die türkische Community aus Vertretern der Wirtschaft und der Finanzen Erdogan wahrnimmt, zeigte dieser Tage der 35. Türkische Bankenabend im Frankfurter Merriott Hotel.
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