TICKER: Gazprom drückt der Schuh in der Ukraine
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Für Gazprom werden die Aussichten nach einem Jahr, in dem die Produktion mit 444 Mrd. Kubikmetern Gas einen neuen Negativrekord aufgestellt hat, 2015 nicht rosiger. Vor allem in der Ukraine drückt der Schuh. Um die Diskussionen über offene Rechnungen und illegal abgezapftes Gas eines Tages abhaken zu können, erwägt Vormann Alexej Miller bis 2020 den östlichen Nachbarn komplett zu umgehen. Die konkrete Umsetzung solcher Pläne erweist sich aber als wenig wirtschaftlich. Der Weg durch die Türkei (Turkish Stream) soll über 3 Mrd. Euro kosten und liegt aktuell auf Eis. Wichtiger wäre ohnehin der Ausbau der Nord Stream Pipeline durch die Ostsee. Geschätzte Kosten hier: Knapp 10 Mrd. Euro. Diese Summen kann aber auch Gazprom nicht aus dem Ärmel schütteln, zumal sich Geldgeber aktuell in Rußland zurückhalten. Ohne die Ukraine, die bei den Transportkosten zudem deutlich billiger ist, künftig aber wohl auch ein größeres Stück vom Kuchen haben will, geht es also nicht. Die Aktie (4,47 Euro; 903276; US3682872078), ist zwar günstig, aber nur etwas für mutige Investoren.
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