TICKER: Baidu hat es doppelt erwischt
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Angeschlagenes Marktumfeld + enttäuschender Halbjahresbericht = 15% Kursverlust! Auf diese Formel lässt sich (leider) die jüngste Entwicklung unseres Musterdepotwerts Baidu bringen. Während die Baisse an Chinas Aktienmärkten Anleger schon seit einigen Wochen auf Trab hält, steuerte der chinesische Suchmaschinenbetreiber mit seinen neuesten Quartalszahlen am Dienstag auch einen eigenen Beitrag zum schlechten Newsflow bei. Der Umsatzanstieg betrug im zweiten Quartal zwar 38%, doch hatten Anleger auf mehr gehofft. Da die Kosten um satte 56% zunahmen, herrschte beim verwässerten Ergebnis je Aktie mit einem Mini-Anstieg von 0,3% praktisch Stagnation vor. Das Erschaffen der „Next Baidu"", erklärtes Ziel des Managements, kostet also richtig Geld und sorgt auch für einen ernüchternden Ausblick. Experten sind sich nicht sicher, ob sich die hohen Investitionen zur Sicherung der Dominanz im Suchmaschinengeschäft wirklich auszahlen werden. In jedem Fall dürfte das EPS im Jahr 2015 bestenfalls stagnieren, erst für 2016 ist wieder ein größerer Schub absehbar. Im Vergleich zu diesen recht durchwachsenen Aussichten ist die Aktie (152,69 Euro; A0F5DE; US0567521085) mit einem 2016er-KGV von 25 sportlich bewertet – und das, obwohl sie an der Nasdaq jetzt so niedrig notiert wie seit 13 Monaten nicht mehr. Deshalb und wegen des angeschlagenen Chartbilds stufen wir Baidu auf „Halten"" ab. Der Stopp bleibt bei 145 Euro.
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