STANDPUNKT: Allein die Sanktionen haben Putin wieder gesprächsbereit gemacht
Lange hat der Westen um eine einheitliche Linie bei den Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland gerungen. Die Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken in Moskau, die in einer Begegnung der deutschen Bundeskanzlerin mit dem russischen Staatspräsidenten gipfelten, sind der jüngste Beweis, dass die Strategie richtig war. Wladimir Putin und den ihn im Ukraine-Konflikt zu einer harten Gangart drängenden russisch-nationalen Kräften ist nur mit wirtschaftlichem Druck beizukommen. Alles andere lässt sie unbeeindruckt. Nicht zuletzt Putins Äußerungen gegenüber der in Moskau versammelten Weltpresse belegen diese Theorie. So nahm Putins Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Handelsboykotts breiten Raum in seinem Statement ein.
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