Münchner Sicherheitskonferenz zeigt Putins Dilemma
Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat die politischen Eliten auf der 52. Münchner Sicherheitskonferenz mit seinen Anschuldigungen, der Westen riskiere mit seinem Verhalten einen neuen kalten Krieg, zu Recht erzürnt. Wenn einer mit seinem Auftreten im Ukraine- und Irak-Konflikt die Stabilität ganzer Regionen gefährdet, ja sogar den Weltfrieden aufs Spiel setzt, sind es die Russen. Auch der Auftritt des Moskauer Verteidigungsministers Sergej Lawrow konnte und wollte das zuvor von Medwedew entfachte Feuer nicht löschen. Die Russen gebärdeten sich mit ihrer in München zu Schau gestellten Aggressivität nicht wie eine erstarkende Weltmacht, sondern schlugen verbal um sich wie ein wundgeschossenes Stück Wild. Derweil hält der selbst in München nicht anwesende Wladimir Putin von Moskau aus die Zügel fest in der Hand. Medwedew und Lawrow waren nichts anderes als von Putin ferngesteuerte Marionetten.
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