Galgenfrist für Südafrika
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Südafrika ist von den Ratingagenturen noch einmal verschont worden: Sowohl Fitch als auch Standard & Poor´s (S&P) haben jüngst die Bonität mit BBB- auf der untersten Stufe des Investmentgrade bestätigt. S&P begründet den negativen Ausblick mit den hohen Risiken. Die Wahrscheinlichkeit für eine Abstufung auf „junk"" betrage min. 30%. Fitch beließ dagegen überraschend den Ausblick auf „stabil"". Einig sind sich die Experten aber darin, dass Südafrika nur dann auf Investmentgrade-Nivau bleiben kann, wenn die Wachstumsschwäche überwunden wird. Die Zahlen des ersten Quartals lassen aber das Gegenteil erwarten: Das BIP ging mit -1,2% zum Vorquartal zurück. Entscheidend dafür waren Dürreschäden bei der exportorientierten Landwirtschaft, v. a. aber die streikbedingten Ausfälle im Bergbau. Hier schlagen die ständig steigenden sozialen Spannungen direkt auf die Wirtschaft durch. Die Konsequenzen zeigen sich bei der Nachfrage: Der private Konsum (-1,3%) und die Anlageinvestitionen der Unternehmen (-6%) waren fühlbar geschrumpft und kosteten zusammen 2,1 Prozentpunkte (PP) an Wachstum. Das konnten die Staatsausgaben (+0,2 PP) und die Aufstockung der Lager (+1 PP) nur teilweise kompensieren. Zumal Letztere ein böses Omen für die kommenden Quartale sind: Die Bestände an nicht abgesetzten Produkten wachsen.
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