Eigentlich ist alles in Ordnung
"Anleger müssen derzeit eiserne Nerven haben, wenn sie in den Schwellenländern aktiv sein wollen. Sinkende Aktienmärkte, massive Währungsabwertungen und Unsicherheit prägen das Bild. Der angekündigte Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik der Fed ist hierfür ein Grund. Weitere Gründe sind schwächere chinesische Konjunkturdaten und vor allem einzelne Nachrichten aus Ländern mit hohen Leistungsbilanzdefiziten wie bei der Türkei. Diese haben es schwer und die Zentralbanken reagieren mit ungewohnt starken Maßnahmen. Die Verdoppelung der Zinsen vor einer Woche auf einen Leitzinssatz von 10% sind hier der bisherige Höhepunkt. Doch die pauschale Abkehr von den Emerging Markets ist unbegründet. Länder wie Thailand haben beispielsweise trotz der politischen Unruhen bislang zumindest kaum ein Währungsproblem, weil die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung mit der Leistungsbilanz in Ordnung ist. Es bleiben Chancen.
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Anleger müssen derzeit eiserne Nerven haben, wenn sie in den Schwellenländern aktiv sein wollen. Sinkende Aktienmärkte, massive Währungsabwertungen und Unsicherheit prägen das Bild. Der angekündigte Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik der Fed ist hierfür ein Grund. Weitere Gründe sind schwächere chinesische Konjunkturdaten und vor allem einzelne Nachrichten aus Ländern mit hohen Leistungsbilanzdefiziten wie bei der Türkei. Diese haben es schwer und die Zentralbanken reagieren mit ungewohnt starken Maßnahmen. Die Verdoppelung der Zinsen vor einer Woche auf einen Leitzinssatz von 10% sind hier der bisherige Höhepunkt. Doch die pauschale Abkehr von den Emerging Markets ist unbegründet. Länder wie Thailand haben beispielsweise trotz der politischen Unruhen bislang zumindest kaum ein Währungsproblem, weil die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung mit der Leistungsbilanz in Ordnung ist. Es bleiben Chancen.
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