Die Türkei in einer doppelten Schlüsselrolle für die EU
Vor Jahren konnte es vielen nicht schnell genug gehen mit einer EU-Mitgliedschaft der Türkei. Eine Menge westliches Kapital hatte sich dorthin aufgemacht und dem Land, das geografisch eine Bücke zwischen Asien und Europa bildet, einen nicht gekannten wirtschaftlichen Aufschwung beschert. Investoren standen Schlange, das Marktpotenzial einer Region abzuschöpfen, die zu den bevölkerungsreichsten Europas zählt. Was dabei übersehen wurde, ist die Tiefe des kulturellen Grabens. Der Riss verläuft zwischen dem konservativen Anatolien im Osten und dem liberal ausgerichteten, nach Europa blickenden Westen mit der Mega-Metropole Istanbul.
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