Chinas Schlitzohr Xi
Das wirtschaftlich zur Weltmacht aufstrebende China ist auch politisch-taktisch kein Zwerg mehr, sondern mit allen Wassern gewaschen. Während Donald Trump aus dem Iran-Abkommen ausschert und die Region Middle East einmal mehr zum den Weltfrieden bedrohenden Pulverfass wird, agiert China überaus geschickt. Die Beruhigung der Lage auf der koreanischen Halbinsel und die lange Zeit nicht für möglich gehaltene Begegnung des Diktators aus dem Norden mit dem Präsidenten des Südens trägt ganz klar die Handschrift eines Xi Jinping. Erst der von Peking ausgehende Druck auf den Machthaber in Pjöngjang hat Kim Jong-un gefügig und für eine Begegnung mit Donald Trump, so sie denn zustande kommt, bereit gemacht. Sogar im Handelskonflikt mit den USA, die Peking als Wirtschaftsmacht Nr. 1 ablösen will, kann der die chinesische Politik dominierende Xi mit seinem Geschäftsmodell punkten (s. a. S. 5).
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