Aeroflot fliegt immer tiefer
Die Luftfahrtbranche gehört traditionell zu den größten Profiteuren des Ölpreisverfalls, denn der Treibstoff macht in der Regel etwa ein Drittel der Betriebskosten aus. Für russische Fluggesellschaften gelten auf Grund der Wirtschafts- und Rubelkrise derzeit aber andere Gesetze. So hat die landesweit größte und staatliche Fluglinie Aeroflot trotz eines Anstiegs der Passagierzahlen um 14% im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 3,5 Mrd. Rubel eingeflogen. Schuld ist ein massiver Anstieg der Kosten. Durch den Absturz des russischen Rubel erhöhen sich viele Ausgaben, etwa für die Wartung der Maschinen oder die Bedienung von Auslandskrediten. Gleichzeitig führt der Rückgang der Reallöhne zu einer sinkenden Kaufkraft. Das macht sich insbesondere bei den internationalen Langstrecken bemerkbar. Konkret stiegen die Kosten für den Unterhalt der Flugzeuge und für Dienstleistungen für die Passagiere um 24,5%. Die Ausgaben für das Chartern von Maschinen schossen gar um 71% in die Höhe, die Kosten für technische Wartung um 41%.
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