Fraport dreht an Unterstützung
Neben dem Long-Trade auf Vonovia (+14%) konnte auch der Mini Bull auf Fraport (+13%) im Vergleich zur Vorwoche überproportional stark zulegen. Dabei sah es lange Zeit alles andere als gut aus.
„Märkte können länger irrational bleiben, als Sie liquide bleiben können.“
Neben dem Long-Trade auf Vonovia (+14%) konnte auch der Mini Bull auf Fraport (+13%) im Vergleich zur Vorwoche überproportional stark zulegen. Dabei sah es lange Zeit alles andere als gut aus.
Den Bericht zum 1. Hj. wird Vonovia erst am 31.8. veröffentlichen. Doch schon jetzt ist klar, dass darin die Übernahmen der Immobiliengesellschaften Buwog aus Österreich und Victoria Park aus Schweden im Mittelpunkt stehen werden.
Erst Anfang Januar hatte der AR der TLG Immobilien die Verträge mit den Vorständen Peter Finkbeiner und Niclas Karoff bis 2022 verlängert. Nun folgte der Rauswurf: Beide werden den Vorstand verlassen, wobei der Zeitpunkt noch offen ist.
An der Börse werden Gewinne der Zukunft gehandelt. Zuletzt konnten deutsche Unternehmen in dieser Hinsicht glänzen. Doch bleibt das so oder deuten die aktuell hohen Marktschwankungen auf eine Ende hin? Es lohnt also der Blick voraus auf die im Juli beginnende Q2-Berichtssaison, zumal vereinzelt bereits die Sorge laut wird, dass sich verschärfende Handelsschwierigkeiten dem deutschen Gewinnwunder bald den Garaus machen könnten.
Unsere Auswertung der Prognosen für die DAX-30-Titel kommt jedoch zu dem Schluss, dass die deutschen Standardwerte von Adidas bis Vonovia ihren Nettogewinn im Schnitt um rd. 11% gegenüber dem Q2 des Vorjahres ausbauen können – im Q1 betrug der Anstieg immerhin auch schon 9%. Gleichwohl dürfte der Höhepunkt der Gewinnentwicklung langsam erreicht sein. So mehren sich Warnzeichen aus der Realwirtschaft, etwa in Form sinkender Auftragseingänge für die im DAX immer noch recht prominent vertretene deutsche Industrie. Aber auch hier lohnt sich eine kleine historische Einordnung: Per Ende April (neuere Daten fehlen noch) lagen die Order der deutschen Wirtschaft im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt immer noch rd. 2% über dem Stand des Q2 2017. Ergo: Deutsche Unternehmen werden weiterhin reichlich mit Aufträgen bedacht. Hinzu kommt der Bestand, der per Ende April sogar um fast 9% höher ausfiel und damit zumindest bis weit in den Herbst hinein für hohe Auslastung sorgt.
Es gibt gute Gründe, als Börsianer der Q2-Saison mit einer beträchtlichen Portion Optimismus entgegenzusehen. Signale für einen Gewinneinbruch auf breiter Front können wir nicht erkennen. Zum Gesamtbild gehört aber auch, dass sich die Vorzeichen für den Herbst eintrüben: Weitet sich der Handelsstreit aus, wird auch ein zuletzt niedrigerer Wechselkurs des Euro dem Exportweltmeister Deutschland nicht aus der Patsche helfen können.
Wenn eine Branche besonders stark von den anhaltend niedrigen Zinsen hierzulande profitiert, dann die Immobilienunternehmen. Und der Blick auf die aktuell mal wieder heftig diskutierte „Wohnungsnot“ lässt erahnen, dass das Potenzial hier noch längst nicht erschöpft ist.
Die guten 2017er-Ergebnisse, die Vonovia am Dienstag präsentierte, wurden von einer Personalie am Vortag in den Schatten gestellt: Jürgen Fitschen soll auf der HV am 9.5. in den Aufsichtsrat des DAX-Konzerns gewählt werden und dort den Vorsitz übernehmen. Mit dem ehemaligen Co-Chef der Deutschen Bank erhält Vonovia-CEO Rolf Buch einen Chef-Aufseher mit zumindest zweifelhaftem Ruf. An der Börse kam die Meldung aber bestens an. Die Aktie (37,10 Euro; DE000A1ML7J1) reagierte mit deutlichen Zuwächsen.
Am Montag startete Vonovia das bereits am 18.12.17 angekündigte Übernahmeangebot für die österreichische Buwog. Bis zum 12.3. um 17:00 Uhr können deren Aktionäre die Barofferte über 29,05 Euro je Aktie annehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der Österreicher raten zur Annahme der 5,2 Mrd. Euro schweren Offerte. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 50%.
Obwohl erst 1988 innerhalb der Blackstone Group gegründet und gar erst 1994 endgültig davon abgespalten, ist der billionenschwere Vermögensverwalter BlackRock mittlerweile nicht mehr aus der Finanzwelt wegzudenken. Galt CEO Laurence Fink noch im Herbst 2016 als der „4 Billionen Dollar-Mann“, verwaltet der von ihm maßgeblich mitgegründete Konzern mittlerweile bereits rd. 6,3 Billionen US-Dollar.
Die Marktführerschaft unter den deutschen Immobilienwerten baut Vonovia weiter aus: Die Bochumer werden für 5,2 Mrd. Euro den österreichischen Wettbewerber Buwog übernehmen. Dies ist schon der zweite Zukauf des laufenden Jahres in Österreich, nachdem sich das Team um CEO Rolf Buch im Frühjahr die Wiener Conwert geschnappt hatte.
Dank guter Q3-Zahlen, die oberhalb der Markterwartungen lagen, ist die Vonovia-Aktie (39,00 Euro; DE000A1ML7J1) auf ein Rekordhoch gestürmt und hat damit den Aufwärtstrend bestätigt.
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Wenn das Geschäft nahezu reibungslos läuft und sich die Aktie auch noch auf Rekordniveau befindet, dann muss sich das Management einer Gesellschaft etwas Neues einfallen lassen. So ist dies offensichtlich auch bei Vonovia.
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Ob in der Presse oder am Bankschalter: Beim Thema Aktien stehen meist vorwiegend der DAX und die zugehörigen international bekannten Konzerne von Adidas bis Vonovia im Rampenlicht. Außerhalb dieser Top-Liga gibt es aber eine Reihe interessanter Gesellschaften, für die sich ein Blick über den Tellerrand lohnt: z. B. im Börsensegment Scale. Der Nachfolger des früheren Entry Standards ist konzipiert für kleine Unternehmen sowie Wachstumsfirmen. Er beherbergt mittlerweile 48 Gesellschaften, die seit dem 1.3. in einem Scale All Share Index mit einem Startkurs von 1 000 Punkten zusammengefasst werden.
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Speziell nach dem Übernahmeangebot für unseren ehemaligen Depot-Wert WCM sind die Kurse vieler Immobilien-Werte angesprungen. Dazu gehört auch die TAG Immobilien-Aktie (14,24 Euro; DE0008303504), die aktuell auf dem höchsten Niveau seit 2002 notiert.
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Zum Ende der Sommer-Berichtssaison standen in den ersten August-Wochen die Immobilienkonzerne im Mittelpunkt, die ihre Hj.-Zahlen vorlegten. Wie stark die Branche auf Wachstum gepolt ist, wurde bereits bei unserem Musterdepotwert DIC Asset (vgl. PB v. 4.8.), aber auch bei Vonovia (vgl. PB v. 7.8.) und Deutsche Wohnen (vgl. PB v. 14.8.) ersichtlich.
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Wenn bei einem Unternehmen mit dem Schwerpunkt Wohnimmobilien die Mieten steigen, dann hat das Management gut gearbeitet.
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Gute Q1-Daten zeigen, dass Vonovia auch im laufenden Jahr auf Wachstumskurs ist. So stieg die operative Ergebniskennzahl FFO 1 um 17,1% auf 218,2 Mio. Euro. Die Mieteinnahmen kletterten um 6,4% auf 417,2 Mio. Euro.
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Die Immobilienwerte sind zuletzt in Bewegung gekommen, speziell nach dem Übernahmeangebot für WCM (vgl. PB v. 17.5.).
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Die am Freitagmorgen veröffentlichten Zahlen der Deutsche Wohnen zum Startquartal sind von Anlegern und Analysten positiv aufgenommen worden. Die Funds from Operations (FFO I), in der Immobilienbranche eine gängige Kennziffer für den operativen Gewinn, stiegen um 11% auf 113,1 Mio. Euro, was über den Konsensschätzungen der Analysten (102 Mio. Euro) lag.
Der deutsche Immobilienmarkt boomt und gerät zunehmend in den Fokus von Ausländern.
Bei den Immobilienwerten tut sich was. Immer wieder hören wir von Übernahmeplänen bei einigen Playern. TAG Immobilien gilt z. B. als möglicher Kandidat, der für Vonovia oder Deutsche Wohnen (s. S. 1) interessant sein könnte. Nun hat sich TAG aber erstmal selbst größer gemacht: Ende Februar kauften die Hamburger ein Wohnimmobilienportfolio mit 1 441 Einheiten in der Stadt Brandenburg für 41,9 Mio. Euro. Dem steht eine Jahresnettokaltmiete von derzeit ca. 3,4 Mio. Euro gegenüber. Doch dies kann mehr werden, denn die Leerstandquote liegt bei hohen 19,3%. Nachdem der Konzern schon im Herbst 2016 rund 64 Mio. Euro in ca. 1 650 Wohneinheiten investierte und die Fremdfinanzierung nicht weiter ausbauen wollte, nutzte COO Claudia Hoyer vorhandenes Vermögen. Denn aus dem 2014er-Aktienrückkauf hatte TAG noch ca. 4 Mio. Papiere (rund 2,8% des Grundkapitals) im Bestand. Diese verkaufte der Konzern in dieser Woche an institutionelle Anleger mit geringem Abschlag zum Börsenkurs, exakt zu 12,48 Euro. Der Bruttoerlös liegt bei 51,1 Mio. Euro. Da die Verwaltung die Aktien vor rund drei Jahren bei 9,30 Euro gekauft hat, entsteht zudem ein einmaliger Sonderertrag.
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