Daimler Truck spürt Normalisierung
Nachdem bereits die Konkurrenz vorsichtigere Töne angeschlagen hatte (vgl. Traton, PB v. 26.10.), deutete nun auch Daimler Truck am Dienstag (7.11.) an, dass für 2024 mit schwächeren Märkten zu rechnen sei.
„Inflation ist wie Zahnpasta. Ist sie erst mal heraus aus der Tube, bekommt man sie kaum mehr rein.“
Nachdem bereits die Konkurrenz vorsichtigere Töne angeschlagen hatte (vgl. Traton, PB v. 26.10.), deutete nun auch Daimler Truck am Dienstag (7.11.) an, dass für 2024 mit schwächeren Märkten zu rechnen sei.
Noch brummt der Motor bei Traton. Wie der Nutzfahrzeughersteller am Mittwoch (25.10.) bekannt gab, stieg der Umsatz im Q3 um 7% auf 11,3 Mrd. Euro, die ber. EBIT-Marge verbesserte sich um 320 Basispunkte auf 8,4%.
Traton hat seine starke Entwicklung auch im Q2 fortgesetzt und konnte am 26.7. einen deutlichen Anstieg sowohl bei Absatz, Umsatz als auch bei der operativen Rendite vermelden.
Mit einem Plus von über 35% gehört die Traton-Aktie (19,36 Euro; DE000TRAT0N7) in diesem Jahr zu den großen Gewinnern im SDAX. Positive Impulse kamen zuletzt von überzeugenden Q1-Zahlen, mit denen am 2.5. auch der Ausblick für das Gj. 2023 angehoben wurde. Der Nutzfahrzeughersteller erwartet nun eine ber. EBIT-Marge von 7,0 bis 8,0%, nach zuvor 6,0 bis 7,0 (2022: 5,1%). Die Guidance bei Absatz und Umsatz (je: +5 bis +15%) bestätigten die Münchner.
Vor allem Tratons optimistischer Ausblick ins laufende Gj. 2023 sorgte bei Anlegern zuletzt für Kauflaune.
Es war ein guter Jahresanfang für die Aktie von Daimler Truck (31,31 Euro; DE000DTR0CK8), die bis dato ein Plus von fast 10% vorweisen kann. Der Kurs des Nutzfahrzeugherstellers konnte dabei sowohl von eigenen positiven Meldungen als auch von erfreulichen Zahlen der Konkurrenten Traton und Paccar profitieren.
Waren Mischkonzerne einst unter Investoren beliebt, entscheiden sich immer mehr inzwischen Unternehmen dazu, Firmenteile separat an die Börse zu bringen. Zumeist, um sich perspektivisch von diesem Geschäftsanteil komplett zu trennen oder Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen. Die Theorie besagt: Die Summe der Einzelteile ist meist mehr wert als das Ganze. International kündigten diesen Schritt zuletzt Mischkonzerne wie GE, Johnson & Johnson und Toshiba an (vgl. PB v. 22.11.21). Doch lohnen sich sogenannte Spin-Offs, bei denen Altaktionäre an der neuen Gesellschaft beteiligt oder über einen IPO Aktien an neue Investoren verkauft werden?
Das Geschäft läuft noch immer rund bei Traton. Trotz eines herausfordernden Umfelds lieferte der Nutzfahrzeughersteller solide Q3-Zahlen (28.10.) und bestätigte die Ziele für das Geschäftsjahr. So will die VW-Tochter weiter eine ber. EBIT-Marge von 5 bis 6% verdienen, beim Umsatz wird unverändert ein ”sehr starker” Anstieg erwartet. Das liegt zum einen an der Einbeziehung der übernommenen US-Marke Navistar, die im 1. Hj. 2021 noch nicht zum Konzern gehörte. Zum anderen sind die Auftragsbücher prall gefüllt und reichen bis zu einem Jahr in die Zukunft. Daher ist CEO Christian Levin bei der Annahme neuer Aufträge restriktiv.
Seitdem wir unseren Lesern empfohlen haben, bei Traton (13,44 Euro; DE000TRAT0N7) den aufgelaufenen Gewinn von 27% einzustreichen (PB v. 24.09.21), ist das Papier um 40% in den Keller gerauscht. Ausschlaggebend war für uns, dass das Unternehmen als Nutzfahrzeughersteller nicht in der Lage sei, von dem Boom in der Transportbranche zu profitieren, weil es selbst von angespannte Lieferketten betroffen ist.
Die Stimmung hätte durchaus besser sein können. Immerhin hat am Freitag (10.12.) nicht irgendein Unternehmen seine Lkw-Tochter an die Börse gebracht, sondern Daimler. Doch die stolzen Schwaben schlugen vermehrt Molltöne an, als es um Bewertung und Ausblick für die Daimler Truck Holding ging, die – und hier wird der eigene Anspruch dann doch deutlich – im Startquartal 2022 den Weg in den DAX finden soll.
Am Donnerstag (28.10.) ist die in den USA bereits begonnene Q3-Berichtssaison endgültig auch in Deutschland angekommen. Die zahlreichen Unternehmen, die hierzulande einen Blick in ihre Bücher gewährten, lassen sich dabei ganz grob in zwei Gruppen einteilen: Jene, die unter Lieferengpässen leiden, und solche, die davon nicht betroffen sind.
Traton warnte am Mittwoch (22.9.), dass der Verkauf von LKWs hinter den Erwartungen zurückbleiben werde.
Treuen Lesern der PLATOW Börse wird sicherlich schon aufgefallen sein, dass in diesem Jahr ziemlich viele Unternehmen ihre Gewinnziele nach oben geschraubt haben.
Starke vorläufige Hj.-Zahlen veröffentlichte am Dienstag (13.7.) Traton: Der Auftragseingang erreichte mehr als 170 000 (Vj.: 87 431) Fahrzeuge, der Absatz summierte sich auf 126 000 Einheiten (+62%).
In den USA gaben am Dienstag (13.7.) die Großbanken den Startschuss in die Q2-Berichtssaison (s. a. „US-Aktie der Woche“ auf S. 2). Der Knall war deutlich vernehmbar, denn sowohl JP Morgan als auch Goldman Sachs übertrafen die Erwartungen deutlich. Auch in Deutschland ist der Einstieg in den Bilanzreigen gelungen. VW, BASF (s. jeweils rechts), Traton (s. „So geht‘s weiter“ auf S. 2), Covestro (s. S. 3), SGL Carbon und Washtec erhöhten die Jahresprognosen.
Es ist ein Projekt mit Signalwirkung: Traton, Daimler Trucks und Volvo stecken gemeinsam 500 Mio. Euro in ein Joint Venture, um ab 2022 innerhalb von fünf Jahren 1 700 Hochleistungs-Ladepunkte für den Schwerverkehr in der Nähe von Autobahnen zu errichten. Die mit Ökostrom betriebenen Ladepunkte sollen Flottenbetreibern markenunabhängig zur Verfügung stehen.
Findet die Traton-Rally nach der Sommerpause ein abruptes Ende? Seit November hat die SDAX-Aktie (27,08 Euro; DE000TRAT0N7) fast 80% zugelegt. PB-Leser, die seit Erstempfehlung vom 21.10.20 dabei sind, können sich über ein Plus von gut 50% freuen.
Es ist nicht etwa so, als seien die Ziele, die sich der Traton-Vorstand für das laufende Gj. gesetzt hatte, sehr konservativ gewesen. Die avisierte operative Rendite von 5 bis 6% zeugte angesichts der mickrigen 0,4% aus dem Vj. von starkem Wachstum (vgl. PB v. 24.3.).
Investitionsoffensive bei Volkswagens Nutzfahrzeug-Tochter Traton: Die Münchner wollen ihre Entwicklungsausgaben für elektrische Antriebe bis 2025 auf 1,6 Mrd. Euro erhöhen. Bisher hatten sie nur 1,0 Mrd. Euro veranschlagt. „Traton setzt klar auf den Elektro-Lkw“, bekräftigte CEO Matthias Gründler zu Wochenbeginn.
Am vergangenen Mittwoch (2.12.) fand die verschobene Hauptversammlung der Traton-Tochter MAN statt, die ganz im Zeichen des geplanten Stellenabbaus stand. Noch immer streiten Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite heftig über den Wegfall von 9 500 Arbeitsplätzen.
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