Unruhe bleibt bei Scout24
Wer dachte, bei Scout24 würde endlich Ruhe einkehren, hat sich getäuscht. Nach der gescheiterten Übernahme durch Hellman & Friedman und Blackstone bringt sich Paul Elliott Singer in Stellung.
„Wenn ein Unternehmen gut läuft, wird die Aktie letztendlich folgen.“
Wer dachte, bei Scout24 würde endlich Ruhe einkehren, hat sich getäuscht. Nach der gescheiterten Übernahme durch Hellman & Friedman und Blackstone bringt sich Paul Elliott Singer in Stellung.
Mit Blick auf das Übernahmeangebot von Hellman & Friedman und Blackstone für Scout24 gab es am Dienstag (14.5.) überraschende Neuigkeiten. Denn die Bieter sind an der Mindestannahmeschwelle von 50% gescheitert. Sie erreichten nur 42,79%. Anleger, die die Aktie (44,16 Euro; DE000A12DM80) auf PLATOW-Rat nicht am Markt verkauften, sondern andienten, erhalten die Papiere am 20.5. zur freien Verfügung wieder ins eigene Depot zurückgebucht.
Unser Dachwikifolio PLATOW Best Trader Selection hat auf Wochensicht 1,4% an Wert eingebüßt und damit besser als der DAX (-2,5%) abgeschnitten. Im Wochenverlauf sah es auch bei unseren Depotwerten noch schlechter aus. Im Tief fiel der Kurs des Dachwikifolios auf 114,30 Euro. Danach gelang aber eine relativ starke Erholung auf 116,70 (aktuell 115,70) Euro. Die Bilanz der einzelnen Trader fällt sehr unterschiedlich ist. Der Performance-Korridor reicht auf Wochensicht von einem 1,8%-Plus bis hin zu einem Minus von 3,8%.
Seit wenigen Tagen liegt nun das offizielle Übernahmeangebot für Scout24 auf dem Tisch. Gemeinsam bieten die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone für jede Aktie (46,10 Euro; DE000A12DM80) eine Barzahlung von 46,00 Euro an. Die Mindestannahmeschwelle liegt nur bei 50%. Auch wenn dies einer Prämie von 27% auf den unbeeinflussten Schlusskurs vom 13.12.18 entspricht, erreichte das Papier im vergangenen Sommer mit 48,62 Euro schon höhere Kurse. Mit Blick auf das 2019er-KGV von 25 erscheint das Angebot jedoch fair.
Heute Morgen war es also endlich soweit. Unser neues Musterdepot wurde mit Leben gefüllt. Auch wenn wir mit Blick auf den Gesamtmarkt momentan noch nicht so richtig optimistisch sind, haben wir die Signale unseres ja auch selbst ausgearbeiteten Regelwerks befolgt. Demnach ist das zuletzt dauerhaft gültige Warnsignal gestern Abend deaktiviert worden, weil der HDAX über seiner 130-Tage-Linie geschlossen hat.
Es hat nicht viel gefehlt, dann hätten Sie heute Morgen den ersten Depot-Alarm des laufenden Jahres in Ihrem Mail-Postfach gehabt. Voraussetzung für die Aufnahme von zehn Knock-out-Scheinen auf die Top-10-Aktien des o.a. Relative Stärke-Rankings ist ja, dass der HDAX an einem Dienstag über seiner 130 Tage-Linie schließt. Am Tageshoch fehlten dazu gestern 26 Punkte, wofür ein weiteres Kursplus von 0,4% nötig gewesen wäre. Der Schlusskurs lag dann aber 53 Punkte unter dem Gleitenden Durchschnitt, so dass es (noch) nicht zu einem Kaufsignal gekommen ist. Sollte sich die positive Entwicklung am deutschen Aktienmarkt weiter fortsetzen, wird es in der kommenden Woche die ersten konkreten Empfehlungen bei unserer Aktien-Momentum-Strategie geben. Schließlich fällt die 130 Tage-Linie zurzeit auch täglich um 4-5 Punkte.
Hellman & Friedman und Blackstone bereiten ein offizielles Übernahmeangebot für Scout24 vor. Der Preis von 46,00 Euro je Aktie (46,66 Euro; DE000A12DM80) hat das Management überzeugt.
Dank der enormen Auswahl sind die marktführenden Portale für Autos und Immobilien von Scout24 bei Online-Kunden weiter sehr beliebt. So erzielten die Münchner im Gj. 2018 ein Umsatzplus von 12,5% auf 531,7 Mio. Euro und eine Steigerung beim bereinigten EBITDA von 15,3% auf 291,5 Mio. Euro.
Die Webportale Autoscout24 und Immobilienscout24 kennen sicherlich viele deutsche Autofahrer und Wohnungsuchende. Eigentümer dieser sehr profitablen Vermittlungsportale ist das Unternehmen Scout24, das jüngst durch Übernahmegerüchte in die Schlagzeilen geriet.
Der Online-Händler Scout24 will mit dem Zukauf von Finanzcheck.de deutlich zulegen. Vergangene Woche gaben die Münchner die strategisch bedeutende Akquisition für 285 Mio. Euro in bar bekannt.
Scout24 als Betreiber der bekannten Handelsportale ImmobilienScout24 und AutoScout24 hat seinen hohen Zielen für 2018 erste Taten folgen lassen.
Für die Scout24-Gruppe laufen die Geschäfte auf den eigenen Marktplätzen für Automobile und Immobilien bestens. Nach vorläufigen Daten stiegen 2017 der Umsatz (479,8 Mio. Euro; +8,5%) und das bereinigte EBITDA (252,8 Mio. Euro; +12,6%) ordentlich an. Dabei verweisen die Münchner v. a. auf die hohe Kundenrück- und -neugewinnungsquote. Seit Jahresmitte ist auch eine Trendwende bei der Zahl der Immobilienkernmakler auf rd. 17 500 zu erkennen. Mit ca. 45 100 Händlern (+4,5%) sind zudem bei Autoscout24 mehr Geschäftspartner aktiv. Die positive Entwicklung, die ein EPS-Plus von 66% auf 1,03 Euro beinhaltet, dürfte sich so fortsetzen.
„
Die Online-Marktplätze ImmobilienScout24 und Auto-Scout24 dürften vielen Lesern auf Grund unzähliger Werbemaßnahmen bekannt sein. Als Betreiber hinter diesen Marken verdient Scout24 sehr gutes Geld. Denn die Aktivitäten begrenzen sich nicht nur auf Deutschland, sondern auch auf ausgewählte europäische Nachbarländer. Gleichzeitig verblieben trotz Verkäufen wie Friendscout24 Marken und Domains im Konzern. Hieraus fließen kontinuierlich Lizenzeinnahmen.
„
Der August war eher kein Monat für Small Caps. Die im SDAX versammelten Titel verloren im Schnitt sogar leicht (-0,1%), auch weil einige höher gewichtete Indexmitglieder wie ElringKlinger, GfK, Heidelberger Druck oder Scout24 teils herbe Verluste einstecken mussten. All diese Titel sind indes nicht im DB Platinum IV Platow Fonds (231,23 Euro; LU1239760025) enthalten, obwohl der Fokus dieses Aktienfonds klar auf deutschen Small Caps liegt.
Dass der Immobilienmakler seit einem guten Jahr vom Auftraggeber bezahlt wird („Bestellerprinzip“), hat offenbar auch Auswirkungen auf den Plattformbetreiber Scout24. Dessen Marktplatz ImmobilienScout24 musste im ersten Halbjahr nämlich einen deutlichen Rückgang der Stammmakler von gut 13% verkraften. Immerhin schaffte es der Konzern, den Umsatz pro Makler um über 23% zu steigern. Zudem verstärkte sich das Segment jüngst mit zwei Zukäufen. Dennoch musste das SDAX-Mitglied seine 2016er-Umsatzprognose in dem Bereich leicht nach unten korrigieren.
Ohne ersichtliche Gründe gehörte die Aktie von Scout24 am Mittwoch zu den stärksten Titeln im SDAX. Ob das die Nachwirkung der starken Q1-Zahlen ist, die der Onlinemarktplatz bereits 14 Tage zuvor veröffentlichte? Die Berliner sehen sich zumindest auf Kurs, nachdem die Erlöse um fast 13% auf 104,7 Mio. Euro stiegen und der Nettogewinn um 11,5% auf 12,6 Mio. Euro zulegte. Darin nicht eingerechnet ist AutoTrader, die der Konzern im Q1 übernommen hatte.
Check24 und Scout24 haben keine Gemeinsamkeiten, außer der Zahl im Namen und, dass beide Unternehmen in München sitzen. Während das Vergleichsportal Check24 gerade vor Gericht steht, weil das Unternehmen bei Versicherungen wohl nicht nur Preise vergleicht, sondern auch als Makler auftritt, läuft es bei Scout24 zurzeit rund. Ersten Zahlen zufolge steigerte der Betreiber von Onlinemarktplätzen seine Erlöse im vergangenen Jahr um 14% auf 393,6 Mio. Euro. Das EBITDA litt zwar mit insgesamt 22,6 Mio. Euro unter den Kosten des Börsengangs und den ersten Maßnahmen einer Restrukturierung, erreichte aber dennoch knapp 167 Mio. Euro.
US-Börsianer würden schmunzeln, aber für deutsche Verhältnisse ist die IPO-Bilanz 2015 zweifellos ein Erfolg: 24 Unternehmen wurden neu an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet, davon 18 im hoch regulierten Prime Standard. Das kumulierte Emissionsvolumen lag laut Angaben der Deutschen Börse bei rund 7 Mrd. Euro, die aggregierte Marktkapitalisierung aller Börsenneulinge zur Erstnotiz betrug 38,5 Mrd. Euro. 2015 war das beste IPO-Jahr seit 2007!
Börsenneuling Scout24 konnte die Anleger mit seinen Neunmonatszahlen nur kurz begeistern. Seit Tagen bröckelt der Kurs kontinuierlich ab. Positive und negative Aspekte gehen denn auch Hand in Hand. Vom Bruttoerlös des IPO von 228 Mio. Euro steckte der Betreiber von Onlinehandelsplätzen im Oktober 214 Mio. Euro in den Schuldenabbau, diesen Betrag eingerechnet summieren sich die Verbindlichkeiten aber noch immer auf 707 Mio. Euro. Dem steht nach drei Quartalen ein Außenumsatz von 288,4 Mio. Euro gegenüber.
Wenn am Donnerstag der „Arbeitskreis Aktien“ der Deutschen Börse über die letzten Indexanpassungen im Jahr 2015 entscheidet, dürfte vor allem der SDAX im Fokus stehen. Im DAX wird es keine Neumitglieder geben. Lediglich der MDAX könnte mit der Bayer-Abspaltung Covestro einen Neuzugang bekommen. Vielleicht wartet die Börse mit dieser Anpassung, die zum 21. Dezember wirksam würde, aber auch noch bis zum 4. Januar, wenn MAN den Prime Standard verlässt. ElringKlinger sowie Klöckner & Co. sind weitere Abstiegskandidaten, Nutznießer könnten Alstria Office und Ströer sein. Im TecDAX wäre ein Austausch von Manz durch Siltronic denkbar.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen