Platow-Fonds im März – Schwache Märkte trotz Stärke bei Einzeltiteln
Da gibt es nichts zu beschönigen: Der März 2026 war für die meisten Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds zum Vergessen.

Deutschlands bekanntester Börsenindex DAX (und damit auch die meisten auf deutsche Aktien bezogenen ETFs) verlor im Berichtsmonat prozentual zweistellig, ebenso wie der auf die mittelgroßen Werte fokussierte MDAX. Knapp besser als minus 10% schnitten der SDAX und der TecDAX ab. Der DWS Concept Platow hielt sich zwar deutlich besser als diese vier Indizes; allerdings gab es in der mittlerweile fast 20 jährigen Fondsgeschichte dennoch nur ein Dutzend Monate mit einer noch schwächeren Rendite.
Viele schlechte Nachrichten trafen auf einen in der Breite nicht günstig bewerteten Aktienmarkt. Insbesondere der am letzten Februartag begonnene Angriff Israels und der USA auf den Iran, die daraus resultierende Quasi-Sperrung der Straße von Hormus und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise schreckten viele Investoren auf. Für Deutschland drohen die Hoffnungen auf eine (zumindest hauchzarte) Konjunkturerholung schon wieder zu zerplatzen, was deutsche Aktiengesellschaften mit niedrigem Exportanteil belasten könnte.
Die Eindrücke aus unseren jüngsten Gesprächen mit Unternehmensvorständen gehen leider in die gleiche Richtung. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass sich im März nur wenige Aktien im positiven Terrain behaupten konnten. Im Portfolio des DWS Concept Platow waren es gerade einmal vier: KWS Saat, Alzchem, Dermapharm und Drägerwerk Vz.. Der Zweitplatzierte Alzchem erreichte sogar ein Allzeithoch, während der Drittplatzierte Dermapharm durch überproportionale Kursgewinne erstmals in die Liste der zehn größten Positionen vorstieß (siehe Tabelle).
Dieser ungewöhnlich kurzen Gewinnerliste steht eine ellenlange Verliererliste gegenüber. 17 Aktien büßten gegenüber Ende Februar sogar prozentual zweistellig an Wert ein. Darunter war auch Schwergewicht KSB Vz., das kurz zuvor noch ein neues Allzeithoch erreicht hatte. Am härtesten erwischte es Einhell Vz., Kontron und Henkel St. In manchen Fällen halfen auch gute 2025er Ergebnisse nicht, die verhaltenen Ausblicke auf 2026 wogen oft schwerer. Immerhin war der Insidersaldo der Fondstitel im März klar positiv: Bei Einhell, Gea, Heidelberg Materials, Kontron, MLP, Münchener Rück, Siemens und TUI registrierten wir (für uns relevante) Käufe im Rahmen von Directors‘ Dealings; nur bei Siemens zusätzlich Verkäufe.
Ohne Börsenturbulenzen hätten wir diesen Monatsbericht wohl um das Thema SDAX „gestrickt“. Immerhin kamen im März mit Einhell, Fielmann und Init gleich drei Fondswerte neu in diesen Small-Cap-Index. Im Verbund mit Aufstockungen bei einigen SDAX-Positionen stieg dessen Gewicht auf rund 38% des per 31.3. investierten Kapitals (zum Vergleich: DAX 23%; MDAX 25%). Doch im März bestimmte eben vor allem die Geopolitik die Börsenentwicklung und damit die Themenwahl. Das dürfte im April vermutlich erst einmal so bleiben.

*Disclaimer
Die pfp Advisory GmbH berät die DWS Investment GmbH bei der Verwaltung des Aktienfonds DWS Concept Platow. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Christoph Frank und Roger Peeters verfassen einmal im Monat einen Fondsbericht, der per Newsletter versendet und auch in der PLATOW Börse veröffentlicht wird. pfp Advisory und die PLATOW Verlag GmbH sind voneinander unabhängige Unternehmen mit unterschiedlichen Firmensitzen, haben aber mit der PLATOW Medien GmbH einen gemeinsamen (Mit-)Gesellschafter.