Musterdepot – Gemischter September
Der September, traditionell ein schwieriger Börsenmonat, überraschte dieses Jahr: Statt der üblichen Verluste (30-Jahres-Schnitt: -2,2%) legte der DAX 2,2% zu und konnte auch im Q3 mit +6% überzeugen.
„Märkte können länger irrational bleiben, als Sie liquide bleiben können.“
Der September, traditionell ein schwieriger Börsenmonat, überraschte dieses Jahr: Statt der üblichen Verluste (30-Jahres-Schnitt: -2,2%) legte der DAX 2,2% zu und konnte auch im Q3 mit +6% überzeugen.
Volkswagen (VW) hat am Freitag (27.9.) zum zweiten Mal in diesem Jahr die Jahresprognose gesenkt.
DHL stufen wir von Halten auf Kaufen hoch. Für Infineon und Mercedes-Benz bekräftigen wir unsere Empfehlungen.
Die Gewinnwarnung von Mercedes-Benz vom Donnerstagabend (19.9.) reiht sich nahtlos ein in das derzeit schwierige Umfeld der deutschen Automobilindustrie. Die Stuttgarter erwarten jetzt in der Auto-Sparte 2024 eine ber. EBIT-Marge von 7,5 bis 8,5% (zuvor 10-11%).
Heute geht es um die Musterdepotwerte Aixtron und Mercedes-Benz, als auch um Amgen.
Am Dienstag (10.9.) sorgte eine Gewinnwarnung von BMW für Turbulenzen bei Auto-Aktien.
Weltweit hatten es Unternehmen im Q2 schwer. Während die Wirtschaft in den USA noch relativ stabil war, stotterte sie in Europa und insbesondere in China. Zwar ging die Inflation zurück, doch sie stellte weiterhin einen erheblichen Belastungsfaktor dar: Der Kostendruck blieb hoch, und die Nachfrage der Konsumenten, deren Portemonnaies enger wurden, wurde selektiver.
Die Angst vor einer US-Rezession beherrscht die Aktienmärkte, und die erhöhte Volatilität sorgt bei den Anlegern für unruhige Zeiten. Wir haben die komplexe Marktlage zum Anlass genommen, die möglichen Auswirkungen eines „Hard Landings“ der US-Wirtschaft auf verschiedene Sektoren genauer zu analysieren.
Die hohe Cash-Quote hat sich während der Marktverwerfungen stabilisierend auf die Jahres-Performance ausgewirkt. Liegen MDAX (-12%) und SDAX (-5%) mittlerweile deutlich im Minus, kratzt das Musterdepot an der schwarzen Null. Lediglich der DAX liegt mit knapp 3% noch im Plus.
Aufgrund der anhaltenden Absatzflaute in Asien hat Mercedes-Benz die Margenziele im Pkw-Geschäft (74% vom Umsatz) nach unten konkretisiert.
Die weiterhin schwierige konjunkturelle Lage macht Daimler Truck zu schaffen. Wie der Nutzfahrzeughersteller am 16.7. mitteilte, entwickelt sich vor allem der chinesische Markt schwach, was die Schwaben zur Abschreibung des Buchwerts des Joint Ventures BFDA veranlasst hat. Laut vorläufigen Zahlen verfehlt die bereinigte Umsatzrendite des Industriegeschäfts von 9,3% im Q2 die bisherigen Konsensuserwartungen von 9,6%.
Der Absatz von Mercedes-Benz geht zurück. Im Q2 verkaufte der Stuttgarter Autobauer insgesamt 600.100 Fahrzeuge, was gegenüber dem Vorjahresquartal einen Rückgang von 6% darstellte. Sequenziell, also gegenüber dem Q1, stieg die Zahl der abgesetzten Einheiten jedoch um 6%.
BMW weckt mit seinen Fahrzeugen weiterhin Begehrlichkeiten bei US-Verbrauchern. Laut den am Dienstag (2.7.) veröffentlichten Zahlen stieg der Absatz der Kernmarke BMW im Q2 um 3,7% auf 91.327 Einheiten. Einer der wichtigsten Treiber der Verkaufszahlen waren die Elektrofahrzeuge.
Die Uhr tickt! Bis zum 4.7. muss eine Lösung im Handelsstreit zwischen der EU und China gefunden werden, sonst drohen Strafzölle auf chinesische E-Fahrzeuge. Die EU wirft China vor, seine E-Autoindustrie jahrelang durch staatliche Subventionen gefördert zu haben.
Nach einem furiosen Jahresstart musste die Daimler Truck–Aktie (36,87 Euro; DE000DTR0CK8) in den letzten Wochen herbe Verluste hinnehmen.
Aurubis stufen wir wieder von Halten auf Kaufen hoch, nachdem mit Steffen Hoffmann ein erfahrener Mercedes-Manager den offenen CFO-Posten einnimmt. Bei CTS Eventim haben wir den Stopp auf 62,00 (60,20) Euro angehoben.
Dieses Mal werfen wir einen Blick auf Aurubis, Porr und Boston Scientific.
Zeit für eine Bilanz der Bilanzen: Die Berichtssaison für das erste Quartal neigt sich dem Ende zu, und angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen sind die Ergebnisse erfreulich. Und auch wenn die Performance unseres Musterdepots trotz eines zuletzt sichtbaren Aufholtrends noch verbesserungswürdig ist, stimmt uns der Auftakt ins Jahr 2024 zuversichtlich.
Viel Geld wird derzeit in Forschung und Entwicklung (F&E) gesteckt. Laut einer EY-Studie haben die 31 forschungsstärksten deutschen Unternehmen 2023 rd. 75,0 Mrd. Euro oder 5,9% ihres Umsatzes für die Suche nach Innovationen ausgegeben; 6% mehr als 2022, als die Quote bei 5,8% lag.
Ein Update zu Qiagen lesen Sie in dieser Ausgabe. Mercedes-Benz stufen wir auf Halten ab. Bei Dt. Börse haben wir den Stopp auf 144,50 (135,75) Euro angehoben. Für MTU Aero, Symrise und Volkswagen bekräftigen wir unsere Kaufempfehlungen.
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