Dürr punktet nachhaltig
Im Sommer strich Dürr die eigenen Jahresziele zusammen. Angesichts des schwachen Marktumfelds sahen wir auch die neue Prognose in Gefahr (vgl. PB v. 5.8.19).
„Inflation ist wie Zahnpasta. Ist sie erst mal heraus aus der Tube, bekommt man sie kaum mehr rein.“
Im Sommer strich Dürr die eigenen Jahresziele zusammen. Angesichts des schwachen Marktumfelds sahen wir auch die neue Prognose in Gefahr (vgl. PB v. 5.8.19).
Sollte Donald Trump Europas Autosektor tatsächlich mit Strafzöllen belegen (s. S. 1 „Unsere Meinung“), wäre dies ein weiterer Rückschlag für Dürr. Der Konzern hatte erst Ende Juli wegen schwächelnder Geschäfte in den Segmenten „Woodworking Machinery and Systems“ sowie „Measuring and Process Systems“ seine Jahresziele gekappt.
Im Vergleich zu anderen Maschinenbauern kann sich Dürr nicht über fehlende Aufträge beklagen. Der Ordereingang stieg im Q1 um 8,5% auf 1,1 Mrd. Euro. Während auch der Umsatz um 13,1% auf 949,9 Mio. Euro zulegte, fiel das EBIT jedoch auf 54,6 Mio. Euro (-3,9%), die Marge von 6,8 auf 5,7%.
Bei Auftragseingang und Umsatz kündigte Dürr nach den Q3-Zahlen Werte im Bereich von 3,95 Mrd. Euro an (vgl. PB v. 12.11.18). Der Maschinen- und Anlagenbauer hat die ambitionierten Ziele dank eines starken Q4 fast erreicht: Nach Vorab-Zahlen stieg der Auftragseingang auf 3,93 Mrd. Euro, was einem Plus von 3,4% entspricht. Der Umsatz wuchs derweil um 4,2% auf 3,87 Mrd. Euro. Beim bereinigten EBIT kam es hingegen zu dem erwarteten Rückgang um 18,6% auf 233,5 Mio. Euro. Mit einer bereinigten EBIT-Marge von 7,1% lag der Konzern damit in dem im Oktober angepassten Zielkorridor. Der Vj.-Wert von 7,6% wurde aber klar verfehlt, vor allem auf Grund der Probleme bei Lackieranlagen.
China beherrscht am Freitag (14.12.) das Börsengeschehen. Schwache chinesische Konjunkturdaten setzten zu Beginn ein negatives Zeichen und radierten den kleinen Wochengewinn beim DAX zunächst komplett aus. Erst mit versöhnlicheren Tönen aus Peking im Handelsstreit konnte sich der deutsche Leitindex vom Tagestief lösen. Denn China will für die Dauer der Gespräche die Strafzölle auf importierte Autos und Autoteile aus den USA wieder aussetzen. Davon profitieren gerade auch die deutschen Premium-Hersteller, die viele in den USA gefertigte Autos ins Reich der Mitte verschiffen.
Nicht nur für Automobilhersteller verläuft das bisherige Jahr äußerst schwierig (vgl. PB v. 29.10.), auch die Zulieferer haben mit dem herausfordernden Umfeld zu kämpfen. Besonders in den Märkten Europa und China, die zusammen für mehr als die Hälfte der globalen Autoproduktion stehen, ist dies zu spüren. Sie erlebten im abgelaufenen Q3 erstmals seit fast zehn Jahren einen substanziellen Rückgang bei der Herstellung – in China um 5%, in Europa um 6%. Weltweit sank die Produktion insgesamt um 2,5%.
Zur Stärkung von Beteiligungen sucht Mutares immer nach passenden Zukäufe. Für die Tochter Balcke-Dürr ist dies mit dem Erwerb von Vermögenswerten der ebenfalls auf Kraftwerkskomponenten fokussierten STF kürzlich gelungen. Gemeinsam dürften vor allem in den Bereichen Engineering, Produktion und Marketing Synergien gehoben werden.
In dieser Woche häuften sich bereits die Gewinnwarnungen deutscher Unternehmen. Talanx und Drägerwerk (beide am Montag, 15.10.), FMC und die Mutter Fresenius am Tag darauf (s. „So geht’s weiter“ auf S. 3), der Autozulieferer Dürr am Mittwoch (17.10.) und HeidelbergCement am Donnerstag (18.10.) mussten teils drastische Abstriche bei den Aussichten für das laufende Jahr machen. Auch wenn bei jedem dieser Unternehmen andere Gründe in den Vordergrund geschoben wurden, hat der im Sommer von den Autobauern und –zulieferern begonnene Trend zu Gewinnwarnungen die deutsche Wirtschaft erfasst.
Aktionäre des Technologiekonzerns Orbotech müssen sich derzeit in Geduld üben. Denn die Entwicklung der Aktie (57,53 US-Dollar; IL0010823388) ist im laufenden Übernahmeverfahren durch den Nasdaq-Konkurrenten KLA-Tencor weitgehend fremdgesteuert. Die Kalifornier bieten nämlich neben einer Barkomponente von 38,86 Dollar auch eigene Aktien, wobei sie für vier Orbotech-Papiere einen eigenen Anteilsschein springen lassen (s. PEM v. 31.5.). Entsprechend laufen die Kurse beider Konzerne seit Monaten parallel.
Unruhig war der September an der Börse – wie so oft in den vergangenen Jahrzehnten. Zur verlustreichen und volatilen Entwicklung bei den Aktienkursen gesellte sich 2018 ein weiterer Unruheherd: Das grundlegend überarbeitete Regelwerk für die vier DAX-Auswahlindizes trat in Kraft. Die auffälligste Änderung hierbei: Die Deutsche Börse schaffte die Trennung zwischen „klassischen Branchen“ und Technologie ab, wodurch Aktien fortan in zwei Indizes gleichzeitig enthalten sein können, und stockte den MDAX von 50 auf 60 sowie den SDAX von 50 auf 70 Mitglieder auf.
Die Deutschen können bereits in der Vorrunde einer Fußball-WM ausscheiden, eine italienisch anmutende Regierungskrise vom Zaun brechen und auch am Aktienmarkt in einen Abwärtsstrudel geraten. Keine Frage: Der Juni war ein Monat der Ernüchterung für den fußballerischen und wirtschaftlichen Stabilitätshort in der Mitte Europas.
Im Zuge des freundlichen Gesamtmarktes hat sich auch unser PLATOW Derivate-Depot in den vergangenen Tagen deutlich positiv entwickelt und das Minus bei der Performance seit Jahresbeginn nach dem Tief der Vorwoche wieder verringern können.
Die laufende Berichterstattung der Unternehmen zur jüngsten Geschäftsentwicklung hat sich auf die Performance unserer Empfehlungen in den meisten Fällen (Ausnahme SAP) bislang negativ ausgewirkt. Das Medizintechnik-Unternehmen Stratec Biomedical erreichte 2017 zwar seinen eigenen Zielkorridor, verfehlte aber die hohen Erwartungen der Analysten. Daraufhin brach der Aktienkurs am Donnerstag in der Spitze um 12% ein, bevor es an der Unterstützung bei rd. 65 Euro zu einer kräftigen Gegenbewegung kam. Unser Initial-Stopp lag zwar knapp darunter, wir hatten nach dem Ausbruch auf neue Hochs zwei Wochen zuvor die Absicherung aber auf 68 Euro nachgezogen. Das hat sich im Nachhinein als verfrüht herausgestellt. Der Trade wurde mit einem allerdings überschaubaren Verlust von 0,39% des Kapitals ausgestoppt.
Trotz durchaus überzeugender Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr hat die Aktie von Dürr ihre Talfahrt in den vergangenen Wochen nicht stoppen können. Ein Grund dafür dürften die zahlreich nach unten revidierten Kursziele der Analysten gewesen sein, die sich vom Ausblick des Unternehmens mehrheitlich enttäuscht zeigten.
Es wird wieder etwas enger im Trophäenschrank bei pfp Advisory. Nachdem der DB Platinum IV Platow Fonds bereits im Jahr 2015 einen Lipper Fund Award gewonnen hatte, gelang dies nun auch 2018 („Best Fund Over 5 Years Equity Germany“). Der Tombstone mit dem rautenförmigen Glaskörper gesellt sich zu seinem älteren Pendant, während sich die beiden (rechteckigen) „Deutschen Fondspreise“ 2015 und 2016 künftig eine Etage teilen. Wir freuen uns über die erneute Auszeichnung und – wichtiger für Investoren – sehen sie auch als objektive Bestätigung für Qualität und Robustheit unseres Investmentansatzes.
Aktionäre von Dürr sollten ihre Investition derzeit im Blick haben. Denn der Chartverlauf des Papiers (93,92 Euro; DE0005565204) trübt sich ein. Zuletzt ging es 8% in den Keller, wodurch der Doppelboden im Bereich von rd. 101 Euro gerissen wurde. Nun wird die nächste Unterstützung auf dem aktuellen Niveau getestet. Fällt auch sie, sollte die 90 Euro-Marke als nächste Absicherung dienen, andernfalls geht es weiter abwärts und unsere Empfehlung aus PB v. 27.1.16 (aktuell +53%) würde ausgestoppt.
Die Volatilität ist zurück! Was sich Ende Januar bereits angedeutet hatte, manifestierte sich Anfang Februar in einem schnellen Kurssturz. Der DAX rauschte binnen weniger Tage über 1.000 Punkte in die Tiefe, den anderen deutschen Auswahlindizes erging es kaum besser. Manchen renditeverwöhnten Anlegern wurde schlagartig bewusst, dass Kursschwankungen an der Börse dazugehören wie die Luft zum Atmen. Der Volatilitätsindex VDAX-New, der zuvor auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren abgetaucht war, schoss auf lange nicht mehr gesehene Niveaus. En passant verendeten viele vermeintlich smarte Vola-Produkte, deren Anleger über Nacht Verluste von 95% und mehr erlitten.
Die Q3-Zahlen, die DMG Mori im Herbst auswies, waren gespickt von Rekordwerten bei Umsatz, Ergebnis und Aufträgen. CEO Christian Thönes sieht den Konzern für die Zukunft entsprechend gut aufgestellt. Auch, weil der Werkzeugmaschinenhersteller mit Unternehmen wie Dürr oder der Software AG strategische Allianzen für die Zukunftsthemen „Industrie 4.0“ und „Internet der Dinge“ eingegangen ist.
Novemberzeit ist Eigenkapitalforum-Zeit. Seit jeher ist das dreitägige Forum für viele Kapitalmarktakteure der Höhepunkt des Konferenzjahres, ob sie nun in Frankfurt oder anderen Teilen Deutschlands tätig sind.
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Die Anbieter von Software profitieren wie wohl kaum ein anderer Sektor von der Digitalisierung unserer Gesellschaft. Und doch gibt es markante Unterschiede, wie gut die Unternehmen sich dabei schlagen. PLATOW Börse hat drei börsennotierte Vertreter der Branche unter die Lupe genommen.
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