DAX Dispoliste: 23. Februar 2023
Bei Allianz, Mercedes-Benz, Airbus und Brenntag haben wir jeweils die Stopps nachgezogen.
„Nichts ist so permanent wie ein temporäres Regierungsprogramm.“
Bei Allianz, Mercedes-Benz, Airbus und Brenntag haben wir jeweils die Stopps nachgezogen.
Es war nicht leicht für Firmenlenker, ihre Unternehmen durch das Jahr 2022 zu manövrieren. Der Dienstleister EQS registrierte im Vorjahr bei den 299 Unternehmen des Prime Standards insgesamt 163 Meldungen zu Prognoseanpassungen. Der Ukraine-Krieg, die instabilen Lieferketten sowie der Lockdown in China haben besonders die Vorhersagen bei den großen und international agierenden Konzernen im deutschen Leitindex eingetrübt: Elf DAX-Unternehmen revidierten demnach 2022 den Ausblick nach unten.
In den vergangenen Jahren glänzte Brenntag als Konsolidierer in der Chemiedistribution. Die komplexen Lieferketten sollen nun durch die Verdoppelung der jährlichen M&A-Ausgaben auf rd. 400-500 Mio. Euro gestärkt werden. Das ist uns lieber, als die im vergangenen Jahr viel diskutierte und anschließend wieder abgesagte Mega-Übernahme von Univar Solutions (vgl. PB v. 30.11.22), dem mit einer Marktkapitalisierung von 5,0 Mrd. US-Dollar hinter Brenntag zweitgrößten Chemikaliendistributor.
Brenntag haben wir von Halten auf Kaufen hochgestuft. Bei Munich Re und MTU Aero Engines wurde jeweils der Stopp erhöht.
Diese Kuh ist (erst einmal) vom Eis. Brenntag wird den Konkurrenten Univar Solutions nicht übernehmen. Wie der Chemikaliendistributor am Montagabend per Ad-hoc-Meldung verkündete, werden die aufgenommenen Gespräche nicht fortgeführt.
Brenntag haben wir am 30.11. auf Halten abgestuft. Bei Allianz haben wir den Stopp auf 145,50 (123,95) Euro angehoben.
Mergers & Acquisitions (M&A) sind ein hochsensibles Geschäft. Steigende Inflationsraten und Zinssätze sorgen dafür, dass die milliardenschweren Deals oft neu geprüft werden. Es verwundert daher nicht, dass das weltweite M&A-Geschehen 2022 kräftig eingebrochen ist
Der kontinuierliche Ausbau von Marktanteilen ist eines der Ziele, die Brenntag im Zuge seines Programms „Strategy to Win“ am 10.11. kommunizierte. Fusionen und Übernahmen sollen dabei weiterhin als „Motor künftigen Wachstums“ dienen, weshalb die geplanten M&A-Ausgaben auf 400 Mio. bis 500 Mio. Euro pro Jahr verdoppelt wurden.
Der Chemikaliendistributor Brenntag blickt zuversichtlich in die Zukunft. Auf dem Kapitalmarkttag am Donnerstag (10.11.) gab CEO Christian Kohlpaintner das Ziel aus, die Marktführerschaft in den kommenden fünf Jahren zu stärken und weiter auszubauen. Das soll auch durch strategische Fusionen und Übernahmen geschehen, weshalb die jährlichen M&A-Ausgaben auf rund 400 Mio. bis 500 Mio. Euro verdoppelt werden.
Es läuft rund bei Brenntag, dem Weltmarktführer im Handel von Chemikalien und Inhaltsstoffen. Während die Preise für die Produkte der Essener steigen, hat der Konzern die Marktposition weiter gestärkt: So erwarb CEO Christian Kohlpaintner im August den Spezialhändler Prime Surfactants, der in Großbritannien der Kosmetik- und Waschmittelindustrie wichtige Tenside beschafft.
Die Geschäfte bei Brenntag laufen auf Hochtouren. Nachdem die Schätzungen bei Umsatz und Gewinn im Q2 übertroffen wurden und das Momentum laut CEO Christian Kohlpaintner unverändert gut ist, will der Chemikaliendistributor im Gesamtjahr ein EBITDA im oberen Bereich der zuletzt angehobenen Zielspanne (1,75 Mrd. bis 1,85 Mrd. Euro) erzielen.
Die Prognoseanhebung bei Brenntag hatten wir Mitte Juni zum Anlass genommen, um bei dem Chemikalienhändler eine erste kleine Position aufzubauen (vgl. PB v. 17.6.).
Zu einem überraschenden Zeitpunkt hat Brenntag zu Wochenbeginn (13.6.) die Prognose für das EBITDA angehoben. Der vor fünf Wochen gerade erst bestätigte Zielkorridor von 1,45 Mrd. bis 1,55 Mrd. Euro wurde an beiden Enden um 300 Mio. Euro erhöht.
Die Top-5 aus der Vorwoche unseres Relative Stärke-Rankings haben ihre Führungsposition erfolgreich verteidigen können. Während Rheinmetall mit sehr deutlichem Vorsprung die Rangliste anführt, haben sich Wacker Chemie und Bayer im Verfolgerfeld trotz gesunkener Kurse dank ihrer relativen Stärke vor Aixtron und Telefonica Deutschland schieben können. Ein deutlicher Sprung nach oben bis in die Top-20 hinein gelang der Deutschen Börse, Brenntag und Hugo Boss.
Die starke Wettbewerbsposition hat Brenntag im Q1 das beste Quartal der Unternehmensgeschichte beschert. Bei Umsatz (+44,7%), EBITDA (+54,2%) und Gewinn je Aktie (+156%) wurden die Erwartungen des Marktes deutlich geschlagen.
Nach einer steilen Kursrally von rd. 200% seit dem Corona-Tief konsolidieren die Papiere von Brenntag seit Ende September. Hoffnung auf ein baldiges Ende der Korrektur macht nun eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Der Chemikalienhändler wandle sich mit dem „Project Brenntag“ in ein agiles und schnell wachsendes Unternehmen, so der Kommentar. Seit Ende des vergangenen Jahres befindet sich Brenntag in einem weitreichenden Transformationsprozess.
Besser als erwartete Q3-Zahlen legte am Donnerstag (4.11.) Brenntag vor. Der weltweit führende Chemikalienhändler steigerte den Umsatz um 32% auf 3,7 Mrd. Euro und das EBITDA um 29% auf 342,9 Mio. Euro.
Am Dienstag (14.9.) nach Börsenschluss hat Brenntag die Prognose erneut angehoben, nachdem es schon im Juni eine Erhöhung gab.
Versierte Anleger wissen, dass nicht allein der Blick auf die erzielte Rendite einer Investition entscheidend ist. Wer auch in weniger stabilen Marktphasen ruhig schlafen will, muss einen Blick darauf werfen, welches Risiko (gemessen an der Volatilität) er für die erhoffte Rendite in Kauf nimmt. Dabei galt bislang: Je stärker es in Richtung Standardwerte geht, desto geringer fällt der erzielte Gewinn je Risikoeinheit aus.
Brenntag bleibt im Aufwind. Während der Umsatz im Q2 um 23,0% auf gut 3,5 Mrd. Euro kletterte, wuchs das ber. EBITDA um 28,6% auf 355,1 Mio. Euro. Dass beim Gewinn je MDAX-Aktie (86,30 Euro; DE000A1DAHH0) nur 0,87 Euro (+9%) hängenblieben, ist Sondereffekten und Abschreibungen aufgrund von Änderungen im IT-Portfolio geschuldet.
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