Glas- und Elektronikhersteller

Hoya kann im Q1 überraschen

Hoya liefert unter anderem auch Spezialgläser
Hoya liefert unter anderem auch Spezialgläser © Pixabay

_ Die Zahlen von Hoya zum Q1 (per 30.6.) des Gj. 2022/23, die CEO Eiichiro Ikeda am vergangenen Donnerstag (4.8.) im Gepäck hatte, überraschten die gedämpften Erwartungen des Marktes. Wegen des längeren Lockdowns in China hatten Analysten mit schwächeren Zahlen im Life Care-Segment (60% des Konzernumsatzes; 40% des Konzerngewinns; Marge von rd. 20%) und wegen eines Nachfragerückgangs mit einem Rückschlag im IT-Segment (das mit einer hohen Marge von fast 50% die Gewinne erwirtschaftet, mit denen der zukunftsträchtige Life Care-Bereich ausgebaut wird) gerechnet.

Tatsächlich liefen beide Bereiche besser als erwartet und erhielten Rückenwind vom schwachen Yen, sodass im Konzern ein Rekordumsatz von 180,2 Mrd. Yen (rd. 1,3 Mrd. Euro; +14% ggü. Vj.; +6% ggü. Q4) erzielt wurde. Da der operative Gewinn wegen der gestiegenen Inputkosten mit 54,2 Mrd. Yen (+10% ggü. Vj.; +13% ggü. Q4) nicht ganz mithalten konnte, sank die Marge um 120 bps. auf 30,1%. Unter dem Strich blieben aber mit 48,4 Mrd. Yen 17% mehr als im Vj. und 21% mehr als im Q4. Die Zahlen lagen umsatzseitig 7%, ergebnisseitig sogar rd. 15% über den Schätzungen.

Im Q2 kalkuliert CFO Ryo Hirooka mit einem schwächeren IT-Markt, aber dank weniger Lockdowns mit höheren Ergebnisbeiträgen aus dem Life Care-Geschäft. Die auch auf Tradegate gut handelbare Aktie (103,75 Euro; JP3837800006) hat eine zwischenzeitliche Schwäche gut überwunden und liegt auf dem Niveau unseres Einstiegs von Ende März (vgl. PEM v. 31.3.). Dank höherer Gewinnschätzungen ist das 2022/23er-KGV von 28 bei der Qualitätsaktie mit starken Kapitalrenditen (ROCE von rd. 25%) aber sogar noch attraktiver geworden.

Hoya bleibt ein klarer Kauf. Stopp: 77,50 Euro.

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