Ambev kann abermals überzeugen

"Die Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal fielen beim Getränkekonzern Ambev (31,61 Euro; 578 492; US20441W2035) beachtlich aus. Auf konsolidierter Ebene kletterte das EBITDA um 19,2% (organisch) auf mehr als 3,8 Mrd. Real. Die Marge konnte um 160 Basispunkte auf 47,3% gesteigert werden. Die Umsatzerlöse legten um 15,1% (organisch) auf 8,04 Mrd. Real zu. Eine Bruttomarge auf Konzernebene von 67,4% muss sich ebenfalls nicht verstecken. Im Vorjahr waren es 66,6%. Der wichtige Heimatmarkt schaffte einen EBITDA-Zuwachs um 23,1% und eine Margenausweitung um 220 Basispunkte auf 51,2%. Das EBITDA im heimischen Biermarkt kletterte um 22%. Auf Grund von Preissteigerungen im Vorfeld der ursprünglich angekündigten Verbrauchssteuererhöhungen kam der Marktanteil allerdings um 110 Basispunkte auf 68,5% zurück. Künftig wollen die Südamerikaner den Marktanteil im Band zwischen 67% und 69% halten. Auf Grund der Verschiebung der Steuererhöhung auf April 2013 hat das Unternehmen für das letzte Vierteljahr wieder einige Preise reduziert (ausgewählte Regionen, Verpackungen oder Marken). Es werde aber nicht auf breiter Front reduziert, betonen die Getränkeexperten. Die ausgewählten Preismaßnahmen sollten sich positiv auf den Marktanteil auswirken. An der grundsätzlichen Strategie, höhere Inflationsraten und Steuererhöhungen an die Kundschaft weiterzugeben, halten die Ambev-Manager auch künftig fest. Für 2013 wird ein deutlich besseres Preisumfeld mit mehr Flexibilität erwartet als in den vergangenen zwei Jahren. Die Herstellkosten legten auf Grund höherer Gersten- und Alu-Preise um 12,8% zu, bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten waren es im brasilianischen Biermarkt sogar +20,5%. Doch CEO Joao Castro Neves warnt vor einer Überdramatisierung. Die Kosten seien von höheren Boni verzerrt. Im Gesamtjahr wird ein prozentual einstelliger Zuwachs erwartet."

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