Gold-Bullen basteln an Trendwende

"Ist es jetzt gut oder schlecht, dass der Goldpreis am vergangenen Freitag noch einmal stark durchgesackt ist? Eindeutig lässt sich diese Frage bislang nicht beantworten. Einerseits ging dadurch unser tieferes Limit für den Quanto Turbo Bull (DE000DR2BD54) der Commerzbank auf, weshalb sich der durchschnittliche Einstiegskurs der Gesamtposition auf 30,90 Euro reduziert hat. "

Andererseits relativiert der Absacker die imposante Rally vom vorangegangenen Mittwoch schon etwas. Seinerzeit war der Goldpreis bis auf 1 367 US-Dollar je Feinunze in die Höhe geschossen, als die Notenbank bekanntgab, ihre Wertpapierkäufe bis auf weiteres in voller Höhe beizubehalten. Durch diese beiden langen Kerzen im Gold-Chart wirkt der seit Ende August laufende Abwärtstrend mittlerweile etwas „ausgefranst“, was die zunehmende Unsicherheit der Gold-Anleger verdeutlicht. Noch stehen die Zeichen für eine erfolgreiche Bodenbildung indes günstig, auf der sich ja auch unsere Spekulation gründet. Die wichtige Unterstützung bei 1 270 Dollar, die anlässlich der Abwärtsbewegung bis August erreicht wurde und seither ein wichtiges relatives Tief darstellt, hat den Attacken der Gold-Bären bislang standgehalten.

Jetzt sind die Bullen damit beschäftigt, oberhalb von 1 300 Dollar eine beständige Trendwende einzuleiten. In den vergangenen vier Handelstagen sind sie bei diesem Unterfangen nur scheibchenweise vorangekommen, gleichwohl sieht das Chartbild vergleichsweise konstruktiv aus. Wir rechnen weiterhin mit einer Wiederaufnahme der Erholungsrally, wenngleich die für die Ausbildung des fünften Bewegungsarms relevante Zielzone bei gut 1 430 Dollar noch immer fast 100 Dollar entfernt ist. Wir bleiben daher mit einem Stopp von 24 Euro investiert. Diese Marke entspricht etwa einem Goldpreis von 1 290 Dollar. Da das Derivat währungsgesichert ist, spielt die ansonsten bei Goldspekulationen oft lästige Wechselkursrelation zwischen Euro und US-Dollar (fast) keine Rolle.

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