SAP – Initial-Risiko ist verdient

"Die zum Wochenstart von SAP präsentierten Neunmonatszahlen haben den Kurs der Aktie nachhaltig beflügelt. Schon die erste Notierung am Montagmorgen lag mit fast 6% deutlich über dem Schlusskurs der Vorwoche. In der Spitze betrug das Plus sogar über 8%. Auf den ersten Blick war die Reaktion auf das Zahlenwerk durchaus überraschend. Vor allem wegen deutlich negativer Währungseffekte lagen die Umsätze des Konzerns unter den Markterwartungen. Zudem verliert das in den vergangenen Jahren dominierende Geschäft mit klassischen Software-Lizenzen spürbar an Dynamik. Die Ziele für das gesamte Geschäftsjahr 2013 wurden zwar bestätigt, allerdings waren diese nach den Halbjahreszahlen auch gerade erst nach unten korrigiert worden."

An der Börse wird aber zumeist die Zukunft gehandelt und deshalb waren die Blicke bei SAP vor allem auf die Entwicklung der neuen Geschäftsfelder Cloud Computing und HANA, eine neue Speichertechnologie für Datenbanken, gerichtet. Und hier konnten die Prognosen zum Teil deutlich übertroffen werden. Zudem beruhigte der Vorstand alle Skeptiker, die durch den Wandel des Konzerns eine Beeinträchtigung der Profitabilität befürchteten. Die Gewinnmarge soll künftig mindestens genauso hoch oder sogar noch höher als in der Vergangenheit ausfallen. Für die mittelfristigen Umsatzziele zeigt sich der Vorstand von SAP ebenfalls zuversichtlich, so dass die Zeichen eindeutig auf Wachstum stehen.

Für die Aktie dürfte die Zeit der Underperformance damit beendet sein. Der im März gestartete mittlere Abwärtstrend ist gebrochen, so dass der im Tief zu rund 60% korrigierte große Aufwärtstrend nun fortgesetzt werden dürfte. Langfristig ergibt sich aus der Chartformation ein Potenzial bis rund 80 Euro. Als nächstes Ziel steht aber erst einmal das Jahreshoch bei 65 Euro auf der Agenda. In diese Richtung dürfte die Aktie in den kommenden Wochen laufen, sobald der kurzfristige Widerstand bei rund 58 Euro überwunden ist.

Hier war es am Montag nach dem starken Anstieg erst einmal zu Gewinnmitnahmen gekommen. Obwohl die Aktie charttechnisch und jetzt auch wieder fundamental sehr gut aussieht, gibt es für das beschriebene Szenario natürlich keine Garantie. Deshalb müssen Long-Positionen immer per Stoppkurs abgesichert werden, auch wenn dadurch die Gefahr besteht, dass die Bewegung der Aktie nicht vollständig mitgenommen werden kann. Der von uns in der Vorwoche eröffnete Long-Trade schaffte kurz vor der eingebauten Absicherungsmarke glücklicherweise den Turnaround. Aktuell liegen wir mit dem Mini Long Future (DE000VT5PQF3) rund 30% oder 1% des Kapitals vorne. Damit ist das Initial-Risiko locker verdient, weshalb wir den Stoppkurs am Mittwochmorgen auf Einstand nachgezogen haben. Die neue Absicherung entspricht einem Aktienkurs von rund 54 Euro.       

 

 

 

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