Mehr Flexibilität im Musterdepot

"Wir haben unser Ziel verfehlt! So klar und deutlich muss das Fazit für das in Kürze zu Ende gehende Börsenjahr 2013 bei PLATOW Derivate ausfallen. Positiv ist ohne Zweifel, dass sich der Brief in Sachen Transparenz am Markt nicht verstecken braucht. Als Leser bekommen Sie zu den jeweiligen Empfehlungen stets alle Informationen, um schnell zu erkennen, ob der Trade zu Ihrem Risikoprofil und Anlagehorizont passt oder nicht. Diesen Service werden wir im kommenden Jahr insofern noch verbessern, dass die Mails und Faxe mit den morgendlichen Depotänderungen zumindest bei Neuaufnahmen direkt auch einen Chart enthalten. Da die meisten Käufe charttechnisch begründet werden, bekommen Sie nun also auch direkt den dazugehörigen Kursverlauf mitgeliefert."

Wie wir uns aber schon vor einem Jahr an dieser Stelle eingestehen mussten, ist alle Transparenz mehr oder weniger wertlos, wenn unter dem Strich die Performance der Empfehlungen nicht stimmt. Und unser klares Ziel, das Derivate-Depot nachhaltig und deutlich in die Gewinnzone zu führen, wurde 2013 nicht einmal ansatzweise erreicht. Bei bis heute 63 beendeten Trades liegt die Trefferquote bei lediglich 29%. Das alleine sagt über die Erfolgsbilanz eines Depots noch nicht viel aus, weil zusätzlich immer die durchschnittliche Höhe der Gewinner und Verlierer betrachtet werden muss. Wichtig ist dabei, dass die Gewinne pro Trade im Schnitt deutlich höher ausfallen als die Verluste. Zumindest das ist uns im Derivate-Musterdepot auf Grund der rigorosen Risikobegrenzung gelungen. Während die Gewinntrades einen durchschnittlichen Depotbeitrag von 1,5% einbrachten, lagen die Verluste im Schnitt nur bei rund 0,9% des Kapitals. Eine gute, aber noch ausbaufähige Relation.

Belastend für die Gesamtperformance war neben der insgesamt zu geringen Anzahl an erfolgreichen Empfehlungen, dass wir bei den Gewinnertrades in vielen Fällen mit vergleichsweise geringen Depotgrößen agiert haben, während die relativ großen Positionen zumeist ins Minus liefen. Das ist zum Teil manchmal auch Pech gewesen. Allerdings ist es unverändert so, dass zu viele Trades schon nach wenigen Tagen mit vollem Verlust ausgestoppt werden, während die dicken Gewinnertrades erst nach einigen Wochen oder Monaten Haltedauer entstehen. Hier gilt es unbedingt am Timing zu arbeiten. Nach der obligatorischen Analyse aller Trades haben wir uns entschlossen, im kommenden Jahr weitere Korrekturen hinsichtlich unserer Tradingaktivitäten vorzunehmen. Die Depotveränderungen, die wir Ihnen wie gehabt morgens vor Börsenbeginn zusenden, werden vom Umfang her deutlich kompakter ausfallen. Selbstverständlich haben wir Quartalszahlen, Prognosen, Bewertung etc. bei der Auswahl der Unternehmen aber weiterhin immer im Blick.

Für eine charttechnisch begründete Empfehlung mit einem Anlagehorizont von einigen Wochen spielen diese fundamentalen Rahmendaten aber nur eine untergeordnete Rolle, weshalb wir die Informationen hier in Zukunft deutlich einschränken werden. Für Sie hat das den klaren Vorteil, dass Sie künftig noch schneller herauslesen können, worum es bei dem Trade geht. Zudem werden die ab 2014 als „Depot-Alarm“ verschickten Mails und Faxe in einigen Fällen etwas früher bei Ihnen sein, so dass Sie ausreichend Zeit haben, ihre Orders entsprechend an den Märkten zu platzieren.

Die wie gehabt jeden Donnerstag (Online) bzw. Freitag (Print) erscheinende Ausgabe von PLATOW Derivate wird schwerpunktmäßig die Transaktionen im Depot zusammenfassen sowie aktuelle Informationen zu den Depotwerten und dem Gesamtmarkt liefern. Daneben dürfen Sie sich weiterhin auf ausgewählte Empfehlungen abseits des Musterdepots freuen, mit denen sich bei deutlich längerem Anlagehorizont 2013 viele attraktive Gewinne erzielen ließen. Bei der Taktung der Empfehlungen und dem Umfang werden wir in Zukunft aber deutlich variabler agieren und uns dabei noch stärker nach der jeweiligen Marktphase richten. Wenn die Märkte nichts Sinnvolles hergeben, dann kann und muss auch „Abwarten und nichts tun“ immer mal eine Strategie sein. Dafür kann es vorkommen, dass wir in anderen Phasen richtig „Gas geben“. Unter anderem durch diese erhöhte Flexibilität erhoffen wir uns 2014 endlich den Durchbruch für unser Derivate-Depot.

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