Allianz vor A-B-C-Korrektur

"Die Aktie der Allianz haben wir schon länger auf unserer Watchlist für eine Long-Spekulation. Mitte Januar konnte der zuvor seit Mai 2011 intakte Abwärtstrend nachhaltig geknackt werden. Im Anschluss ging es schnell hinauf bis zu dem im Oktober markierten Zwischenhoch bei gut 85 Euro. Auf diesem Niveau setzte eine mustergültige Konsolidierung ein. Nach dem vergeblichen Versuch, diesen Widerstand im ersten Versuch zu überwinden, folgte ein Rückschlag bis auf gut 82,20 Euro. Im zweiten Anlauf konnte die Hürde übersprungen werden. "

Nach einem kurzen Spurt bis an die Marke von 90 Euro kam es Ende der vergangenen Woche noch einmal zu einem Pullback an die Ausbruchmarke. Seitdem steht die Aktie ganz oben auf unserer Beobachtungsliste. Ursprünglich wollten wir am Donnerstag mit einem Stopp-Buy-Limit über dem jüngsten Hoch einen prozyklischen Long-Trade eröffnen.

Diese Idee haben wir dann aber wieder verworfen, nachdem die vorbörslichen Kurse eher auf eine Fortsetzung der Konsolidierung hinwiesen. Hier gibt es eine besser passende Alternative. Wir spekulieren jetzt auf eine klassische „A-B-C-Korrektur“, bei der das bisherige Konsolidierungstief von 85,70 Euro noch einmal leicht unterschritten wird. Das Einstiegslimit entspricht ungefähr einem Kursniveau von 85 Euro. Solange die Aktie dabei die Marke von 82,20 Euro nicht unterschreitet, bleibt der aktuelle Trend weiter nach oben gerichtet. Ungefähr auf diesem Niveau verläuft auch die 200-Tage-Linie, die das Papier bereits zu Jahresbeginn überschritten hat, was ebenfalls für eine nachhaltige Trendwende spricht. Wenn die Aktie ihre positive Entwicklung in den kommenden Wochen fortsetzen und den charttechnischen Ausbruch bestätigen kann, halten wir mittelfristig einen Anstieg bis auf das 2011er-Hoch bei rund 108 Euro für möglich. Bei einem Stoppkurs auf Höhe der potenziellen Wendemarke von 82,20 Euro ergibt sich damit ein hochattraktives CRV von gut 8, wobei das natürlich nur bei einem wirklich optimalen Verlauf realisierbar ist. Möglich ist es aber allemal, weshalb wir bei diesem Trade auch tatsächlich den Trend handeln und deshalb den Stoppkurs nicht zu aggressiv nachziehen werden.

Von entscheidender Bedeutung für den zukünftigen Verlauf können natürlich die am kommenden Donnerstag (23.2.) anstehenden vorläufigen Zahlen der Allianz werden. Auch wenn die Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr zuletzt noch einmal bestätigt werden, können Sonderfaktoren und/oder der Ausblick auf das laufende Jahr den Kurs nachhaltig beeinflussen. Das birgt Risiken, bringt aber auch Chancen mit sich. Ein Umstand, den Anleger in der aktuellen Phase der Zahlenveröffentlichungen einfach akzeptieren müssen. Die von enormen Abschreibungen geprägten Zahlen des französischen Konkurrenten Axa belasteten die Kurse der Versicherungswerte in dieser Woche bereits etwas, was auf Grund der dadurch gedämpften Erwartungshaltung gar nicht einmal so schlecht sein muss.

Wichtig ist trotzdem, dass Sie unmittelbar nach erfolgtem Kauf (Limit 0,90 Euro) den empfohlenen Stoppkurs (0,61 Euro) in den Markt legen. Das rechnerische Verlustrisiko entspricht mit 1,1% des Kapitals dem Basisrisiko dieses Setups. Der Wave Call XXL der Deutschen Bank auf die Allianz hat aktuell einen Basispreis von 76,14 Euro und eine Knock-out-Marke bei 79,85 Euro. Bei Erreichen unseres Abstauberlimits liegt der Hebel bei 9,5.

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