Informationstechnik

IBM – Umbau trägt erste Früchte

Cloud-Datencenter von IBM: Das Cloud-Geschäft ist der Wachstumsmotor
Cloud-Datencenter von IBM: Das Cloud-Geschäft ist der Wachstumsmotor © IBM

Hohe Erwatungen hegten Analysten an die in der vergangenen Woche vorgelegten Zahlen zum Startquartal von IBM nicht. Viel zu unklar war, wann und ob überhaupt die Umstrukturierung des Software-Riesen Erfolge aufweisen wird.

Im Herbst 2021 hatten sich die US-Amerikaner von ihrem führenden Managed-Infrastructure-Segment, das u. a. den Betrieb von Netzwerken, Servern und Rechenzentren umfasst, getrennt. Das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen kam zu Jahresbeginn unter den Hammer. Fortan will sich IBM auf das wachstumsstarke Software- und Beratungsgeschäft konzentrieren. Mit Erfolg: Das Software-Segment wuchs im Q1 um 12,3% auf 5,8 Mrd. US-Dollar, mit Beratung wurden 4,8 Mrd. Dollar erlöst – ein Plus von 13,3%. Auf Konzernebene übertraf das Umsatzplus von 7,7% auf 14,2 Mrd. Dollar die Erwartungen der Analysten klar. Sie hatten nur mit 13,85 Mrd Dollar gerechnet.

Angetrieben wurde die Entwicklung vom starken Cloud-Geschäft, das den Umsatz um 14% steigern konnte. Aber auch gewinnseitig wusste IBM zu überzeugen: Unterm Strich blieben aus fortgeführten Geschäften 662 Mio. Dollar und damit 64,3% mehr als im Vj.-Zeitraum hängen. Für das Gj. 2022 rechnet CEO Arvind Krishna mit einem Umsatzplus „am oberen Ende der mittleren einstelligen Spanne“. Gut vorstellbar, dass er die aktuellen Markterwartungen von +6% also erneut übertrifft, auch wenn das eingestellte Russland-Geschäft mit 200 Mio. Dollar ins Kontor schlägt. Beim Gewinn je NYSE-Aktie (137,92 Dollar; US4592001014) sehen unsere Schätzungen einen deutlichen Anstieg von 20% vor, der in den kommenden Jahren mit 11% p. a. ggü. 2021 weniger dynamisch, aber noch immer deutlich zulegen dürfte. Besonders gut gefällt uns die sinkende Verschuldungsquote (Net debt/EBITDA) von 2,9 im Vj. auf schätzungsweise 1,7 bis 2024. Auch hier wird der Umbau also Früchte tragen.

Wenig verwunderlich, dass Anleger begeistert auf die Q1-Zahlen reagierten und der Aktie ein Wochenplus von 6% bescherten. Mit einem 2023er-KGV von 13 handelt sie nun jedoch bereits auf ihrem fünfjährgen Durchschnitt. Mittelfristig überzeugt uns der Fokus, den Krishna setzt, auf kurze Sicht überwiegt aber das Risiko von Rückschlägen.

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