Rundblick

MDAX – Die zweite Reihe läuft dem DAX davon

Zwei der vier Top-Performer aus dem MDAX sind Teil des PLATOW Musterdepots.
Zwei der vier Top-Performer aus dem MDAX sind Teil des PLATOW Musterdepots. © Andreas Hermsdorf, Pixelio.de

Bereits zwei Tage vor dem DAX ist es dem MDAX gelungen, ein neues Allzeithoch zu erreichen: Am 20.1. knackte der Nebenwerte-Index erstmals die Marke von 28 700 Punkten. Als der Leitindex am 22.1. bei 13 640 Zählern einen neuen Rekordstand feierte, schob sich sein kleiner Bruder sogar bis auf 28 885 Punkte. Zum Wochenausklang liegt er rd. 1,8% über dem Jahresendkurs 2019.

Dass unser Musterdepot sich noch besser entwickelte, liegt auch daran, dass zwei der Top-4-Performer darin enthalten sind: Mit einem Plus von 9,7% hat Evotec das MDAX-Treppchen knapp verpasst. Puma hingegen belegt mit +14,7% Platz zwei. Seit Anfang 2019 legte die Aktie (78,40 Euro; DE0006969603) sogar über 83% zu. Die US-Bank Goldman Sachs sieht bei einem Kursziel von 90,00 Euro noch deutlich mehr Potenzial. Warum auch nicht? Im Sommer steht mit der Fußball-Europameisterschaft ein Sport-Großereignis an, das schon im Schlussquartal 2019 für gute Geschäfte gesorgt haben dürfte.

CEO Bjørn Gulden ist es gelungen, Puma zu einer angesehen Livestyle-Marke mit bekannten Werbegesichtern zu entwickeln und dadurch breitere Kundensegmente zu erschließen. Viel spricht dafür, dass sich die Aktie 2020 weiter nach oben orientieren wird. Aber Vorsicht vor den Risiken: Das Coronavirus ist ein Unsicherheitsfaktor, der zuletzt schon die Luxusgüter-Branche belastet hat. Auch die hohen Erwartungen vieler Aktionäre könnten enttäuscht werden, sollten die von Gulden auf der Bilanz-PK am 19.2. formulierten Ziele zu gering ausfallen.

Wir raten weiter zum Kauf von Puma und ziehen den Stopp auf 62,60 Euro hoch.

Noch etwas besser als Puma performte 2020 bisher Sartorius. Der Laborausrüster legte 15,4% zu und knackte kürzlich erstmals die Marke von 220,00 Euro. Aktuell notiert die Vz.-Aktie (220,20 Euro; DE0007165631) knapp darüber. Der Vertrag von CEO Joachim Kreuzberg wurde im Dezember bis 2025 verlängert. Dann soll der Konzernumsatz auf 4 Mrd. Euro gestiegen sein und die EBITDA-Marge 28% erreicht haben. Für 2019 rechnen wir mit 1,8 Mrd. Euro und einer Marge von 27,3%. Doch aller operativer Erfolge zum Trotz: Die Rally hat das Papier teuer gemacht. Das KGV rangiert bei 60, die Dividendenrendite nur bei 0,3%. Keine gute Bewertung, die Gefahr vor Gewinnmitnahmen steigt.

Wir stufen Sartorius daher auf Halten ab. Neuer Stopp: 176,10 Euro.

Das Treppchen komplett macht Nemetschek. Die Aktie (66,05 Euro; DE0006452907) erreichte kürzlich bei 69,05 Euro ein Allzeithoch. Vorangegangen war eine fast 60%-Rally seit Oktober. Für 2020 steht ein Plus von 12,1%. Doch statt die Marke von 70,00 Euro zu knacken, sackte der Kurs gut 7% ab. Mit einem KGV von 67 und einer Dividendenrendite von 0,5% lockt das Papier der Bausoftware-Schmiede auch nicht zum Kauf. Zwar dürfte das Geschäft 2020 weiter brummen (Umsatz: +15%; EBIT: +20%), doch auf dem aktuellen Kursniveau ist ein Neueinstieg viel zu riskant.

Warten Sie bei Nemetschek daher deutliche Rücksetzer ab.

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