Grossküchenausstatter

Rational ist ein Corona-Verlierer

Die Firmenzentrale in Landsberg am Lech hat schon schönere Tage gesehen
Die Firmenzentrale in Landsberg am Lech hat schon schönere Tage gesehen © Rational AG

Ganz klar: In das Kontor von Rational hat das Coronavirus wie der Blitz eingeschlagen. Am Dienstag (24.3.) stellte der Großküchenhersteller den Ausblick für 2020 ebenso unter Vorbehalt wie die Auszahlung der vorgeschlagenen Dividende von 10,70 Euro je Aktie (477,60 Euro; DE0007010803).

Konzernlenker Peter Stadelmann befürchtet wegen der Pandemie, dass es 2020 zum großen „Restaurant-Sterben“ kommen könne. Frühestens sechs Monate nach Ausbruch der Krise rechnet er bei den dann verbliebenen Kunden mit einer Normalisierung der Geschäftstätigkeit.

Angesichts dieser düsteren Aussichten rückten die guten 2019er-Zahlen völlig in den Hintergrund. Der Umsatz stieg um 8% auf 844 Mio. Euro, das EBIT kletterte etwas stärker um 9% auf 223 Mio. Euro. Die operative Marge, seit Jahren das Prunkstück des Großküchenausrüsters, verbesserte sich leicht von 26,3 auf 26,4%. Doch die Unsicherheiten wiegen schwer auf den Landsbergern.

Ein neuer Dividendenvorschlag und ein Ausblick auf 2020 sind angesichts der Rahmenbedingungen frühestens in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Bis dahin dürfte die Nachfrage der gebeutelten Kundschaft schwach bleiben, so dass die erhoffte Dividendenrendite von 2,3% ein unerfüllter Wunsch bleiben könnte. Bei der MDAX-Aktie wurden wir am 10.3. mit einem Gewinn von 6,3% seit Erstempfehlung in PB v. 1.11.18 ausgestoppt. Angesichts eines weiter hohen KGVs von 34 bleibt derzeit nur eine Schlussfolgerung:

PB-Leser meiden Rational!

 

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