Pharma

Pfizer – Pille gegen Corona

Sind Tabletten die neue Waffe im Kampf gegen das Virus?
Sind Tabletten die neue Waffe im Kampf gegen das Virus? © cc0

Der Kampf gegen Corona bestimmt weiter die Ertragslage bei Pfizer. Nach starken Q3-Zahlen, die v. a. durch den von Biontech entwickelten und von den US-Amerikanern vertriebenen Covid-Impfstoff Comirnaty beflügelt wurden, hob Vorstandschef Albert Bourla zum dritten Mal im laufenden Jahr die Guidance an.

Weiteren Auftrieb erhielt die NYSE-Aktie (50,67 US-Dollar; US7170811035) dann Mitte November, als die New Yorker mit dem US-Wettbewerber Merck gleichzogen und mit Paxlovid die Zulassung einer Pille beantragten, die bei Covid-Erkrankten mit Vorbelastungen das Risiko eines schweren Verlaufs drastisch senken soll.

Damit ist nach unserer Einschätzung gesichert, dass die Erträge bei Pfizer nicht nur durch die notwendigen Auffrischungsimpfungen, sondern auch durch die medikamentöse Behandlung von Coronaerkrankungen weiter sprudeln. Ersten Schätzungen zufolge wird eine fünftägige Tablettenbehandlung mit Paxlovid in den reichen Industrieländern etwa 700 Dollar pro Patient betragen.

Auch ohne die neue Tablette gegen Covid lassen sich die Q3-Zahlen sehen: Der Umsatz wurde mit 24,1 Mrd. (Vj.: 10,3 Mrd.) Dollar mehr als verdoppelt, der ber. Gewinn je Aktie um 127% auf 1,34 (Vj.: 0,59) Dollar ausgeweitet. Ohne den Corona-Impfstoff stiegen die Erlöse lediglich um gut 11%. Für das Gesamtjahr rechnet CEO Bourla jetzt mit einem Umsatz von bis zu 82 Mrd. (zuvor: bis zu 80 Mrd.; Vj.: 41,9 Mrd.) Dollar, zu denen Comirnaty 36 Mrd. Dollar beisteuern wird. Der Gewinn je Aktie soll auf bis zu 4,18 (zuvor: bis zu 4,05; Vj.: 2,22) Dollar klettern.

Mit den kontinuierlichen Erlös- und Gewinnbeiträgen aus dem Kampf gegen Covid-19 erhält Pfizer eine neue Ergebnisdynamik: Die – aus unserer Sicht immer noch konservativen – Analystenschätzungen sehen in den kommenden drei Jahren ein Umsatzwachstum von 18% (historisch: -3%) p. a. bei einer jährlichen Gewinnausweitung um 26% (historisch: 7% p. a.) voraus. Gleichzeitig werden die Kapitalkosten von rd. 5% mit einer Rendite aufs eingesetzte Kapital (ROIC) von knapp 20% mehr als verdient. Das 2022er-KGV von 12 (historisch: 16) erscheint vor diesem Hintergrund weiter sehr attraktiv.

Pfizer bleibt eine klare Kaufempfehlung. Unser Stopp klettert von 29,85 auf 37,20 Dollar.

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