Biotechnologie

Christian Hansen – Gute Zutat

Das Hauptquartier der Christian Hansen Gruppe in Dänemark
Das Hauptquartier der Christian Hansen Gruppe in Dänemark © Christian Hansen Gruppen

Ein Leser machte uns jüngst auf das 1874 gegründete Biotechnologieunternehmen Christian Hansen aufmerksam. Die Dänen liefern wichtige Ergänzungsstoffe für den Nahrungsmittel-, Gesundheits- und Futtermittelsektor. Die Produktpalette besteht aus Kulturen, Enzymen und Probiotika.

Dank der stark wachsenden Nachfrage nach diesen Zutaten ist das Unternehmen auch eine sehr stabile Beigabe für die meisten Anlegerdepots.

Im 1. Hj. (per 28.2.) konnte CEO Mauricio Graber einen um 13,6% höheren Umsatz von 571,8 Mio. Euro melden. Organisch war der Zuwachs mit 12% fast genauso hoch, wobei die Erlöse im Q2 sogar um 14% gesteigert wurden. Weil auch das ber. EBIT (die Dänen haben per März 2021 ihr Geschäft mit natürlichen Farben verkauft) im 1. Hj. um 13,8% auf 149,6 Mio. Euro kletterte, erreichte die Marge stabile 26,2% (Vj.: 26,1%; Q2: 27,7%). Den vollen Einfluss des Ukraine-Krieges und der gestiegenen Kosten werden natürlich erst die für Mitte Juli angekündigten Q3-Zahlen vermitteln, doch das Management reagierte bereits mit Preiserhöhungen und passte die Prognose für das Gj. 2021/22 (per 31.8.) an die veränderten Bedingungen an: Beim organischen Umsatzwachstum werden jetzt 7 bis 11% (zuvor: 5 bis 8%) erwartet, die ber. EBIT-Marge soll mit 26 bis 27% einen Prozentpunkt unterhalb der vorherigen Spanne ausfallen. Der Free Cashflow, der zum Hj. mit 85,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden konnte, wird weiterhin bei 140 Mio. bis 170 Mio. Euro erwartet. 

Trotz der noch nicht genau abschätzbaren Risiken aus Teuerung und Lieferketten erscheinen uns die möglichen Beeinträchtigungen auf das Geschäft mit den neuen Prognosen gut einkalkuliert zu sein. Uns gefällt, dass bei einem ansprechenden Erlöswachstum von knapp 10% p. a. die EBIT-Marge in den kommenden drei Jahren beständig steigen und im Schnitt bei 27,6% (historisch: 29%) liegen dürfte. Beim Gewinn je Aktie (508,80 DKK; DK0060227585) muss der durch den Sonderertrag aus dem Verkauf des Farbengeschäfts aufgeblähte Betrag von 6,41 Euro für das Gj. 2020/21 aus der Kalkulation ausgeklammert werden; verglichen mit 2019/20 wird der Gewinn je Anteilschein bis 2023/24 um 9% p. a. klettern, was das 2022/23er-KGV von 33 (5-Jahresschnitt: 43; Bewertung Ende 2021: 48) durchaus attraktiv macht. Hinzu kommen eine Marge auf den Free Cashflow von durchschnittlich 19% und Kapitalrenditen, die mit rd. 15% stetig und komfortabel über den Kapitalkosten von etwa 5% liegen.  

Wir empfehlen daher, bei Christian Hansen an der Nasdaq Copenhagen einzusteigen. Stopp: 369,50 DKK.

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