Fondsbericht

Platow-Fonds im Juni – Noch lange nicht Schluss

PLATOW-Fonds
PLATOW-Fonds © pfp Advisory

Mutlos und leider auch verdient ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bereits im ersten K.-o.-Spiel aus dem Europameisterschaftsturnier ausgeschieden. Die Truppe lieferte in vier Partien lediglich ein überzeugendes Spiel und einen Sieg ab (jeweils gegen Portugal), kassierte aber zwei Niederlagen und hatte sich nur mit viel Glück überhaupt für das Achtelfinale qualifizieren können, in dem sie letztlich gegen ein ebenfalls schwaches England zu Recht den Kürzeren zog.

Mit der Niederlage endete nach 15 Jahren auch die Ära von Joachim „Jogi“ Löw. Der Ex-Bundestrainer hatte sein Amt im Juli 2006 übernommen – zufälligerweise fast zur gleichen Zeit, als der DWS Concept Platow, damals noch als „DB Platinum III Platow Fonds“, sein Debüt gab. Doch während das DFB-Team unter Löws Regime nach einer tollen WM 2010 und dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 nicht mehr viel erreichte und spätestens ab 2018 in eine veritable Krise rutschte, blieb der Fonds auch in den vergangenen drei Jahren in der Erfolgsspur.

So auch im Juni: Sein Kurs erreichte mehrere Allzeithochs; zudem ließ er den deutschen Leitindex DAX und den am besten vergleichbaren SDAX hinter sich und baute dadurch seine Outperformance gegenüber diesen beiden Indizes seit der Fondsauflage aus. Die größten Wertbeiträge steuerten im Juni höher gewichtete Positionen wie Steico, Nagarro, PSI und Adesso bei; den steilsten Kursanstieg verzeichnete indes die Kleinposition Ernst Russ. Auf der Verliererseite gab es mit Lang & Schwarz und SAF-Holland nur zwei Fondspositionen mit prozentual zweistelligen Kursverlusten.

In das positive Gesamtbild passt, dass mit Defama, Deutsche Post, Einhell, Ernst Russ, Hawesko, Hapag-Lloyd, Nagarro, Puma, Steico und Sto immerhin zehn Fondspositionen neue Allzeithochs erreichten. Weitere sechs Titel (Adesso, Adva, Envitec Biogas, Funkwerk, PSI, TAG Immobilien) übertrafen im Juni alte Bestmarken, die zwischen 13 und 21 Jahre und damit teilweise bis in Neue-Markt-Zeiten zurückreichten.

Weniger positiv werten wir den Insidersaldo, der sich im Berichtsmonat doch deutlich der Verkäuferseite zuneigte. Konkret registrierten wir bei AlzChem, Defama, Ernst Russ, Hapag-Lloyd, Init und Verbio Veräußerungen im Rahmen von Directors‘ Dealings. Noch schlagen unsere Systeme für diese Werte keinen Alarm, eine erhöhte Achtsamkeit halten wir aber für angebracht. Bei Helma gab es ebenfalls Verkäufe, allerdings auch Zukäufe. Immerhin wurden Käufe bei Allgeier, Einhell, KWS Saat, Leifheit, Mensch und Maschine, Münchener Rück und S&T gemeldet.

Ebenfalls erfreulich waren drei Prognoseanhebungen, namentlich bei 2G Energy, Drägerwerk und Einhell. Das stützt unsere Beobachtung, dass die Geschäfte bei vielen deutschen Firmen besser laufen, als noch vor einigen Quartalen befürchtet. Diese „guten Unternehmen“ zu finden und sie zu attraktiven Preisen ins Portfolio zu nehmen, ist unsere Aufgabe beim DWS Concept Platow (LU1865032954, LU1865033176, LU1865032871). Wenn wir diesen Auftrag so erledigen wie in den vergangenen 15 Jahren, sollte beim Fonds – anders als beim DFB und Jogi Löw – keine Ära zu Ende gehen.

Autoren: Christoph Frank und Roger Peeters, pfp Advisory

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