Halbleiter

Infineon kommt in USA voran

Infineon-Standort in Regensburg
Infineon-Standort in Regensburg © Infineon

Diese Nachricht kam für Infineon genau zum richtigen Zeitpunkt. Nachdem das DAX-Papier (16,15 Euro; DE0006231004) am Montag (9.3.) wegen Konjunktur- und Corona-Sorgen um fast 10% abstürzte und unserem Stopp bei 14,65 Euro nahekam, meldeten die Neubiberger in der Nacht auf Dienstag, dass die US-Wettbewerbsbehörde CFIUS keine Bedenken gegen die geplante 9 Mrd. Euro schwere Übernahme des US-Konkurrenten Cypress hat.

Weil noch kurz zuvor Berichte die Runde machten, dass US-Präsident Donald Trump den größten Zukauf der Unternehmensgeschichte blockieren wolle, sorgte die positive Rückmeldung aus Washington für eine Kurserholung von zeitweise rd. 5%. Jetzt muss nur noch China zustimmen, was wir aber für wahrscheinlich halten.

Der Cypress-Zukauf ist dabei sehr wichtig für Konzernchef Reinhard Ploss. Mit den US-Amerikanern erobert Infineon Platz 8 im globalen Ranking der Halbleiterhersteller. Bei Chips für Autos ist es sogar der Platz an der Sonne, denn Cypress liefert für die E-Mobilität Bauteile, die vernetzte Geräte miteinander kommunizieren lassen. Wir erwarten jährliche Umsatzvorteile von über 1,5 Mrd. Euro und Renditen von 15 bis 17% durch den Deal, was das aktuelle KGV von 19 bei Infineon günstig erscheinen lässt. Zudem sind nach Kapitalerhöhung und Hybridanleihe bereits 2,7 Mrd. Euro und damit 30% der Übernahmekosten finanziert. Die Belastungen sind also abgearbeitet, die Chancen nach dem Kursrücksetzer nicht eingepreist.

Infineon bleibt ein Kauf mit Stopp bei 14,65 Euro.

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