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VW – Der Sturm flacht ab

VW Tiguan
VW Tiguan © Volkswagen

Mit markigen Worten hatte VW-Chef Herbert Diess bei einer internen Tagung eine Revolution im Konzern gefordert: „Der Sturm geht jetzt erst los.“ Seit Montagabend (8.6.) ist klar: Dieser Sturm ist zu einem lauen Lüftchen verkommen, nachdem der Aufsichtsrat Diess den Vorsitz für die Marke Volkswagen entzogen hat.

Sein Rückhalt in der Führungsetage des Autobauers schwindet. Dass es keine allgemeine Kaufprämie für Autos gab, wird auch seinem zu forschen Auftreten gegenüber der Politik angelastet. Auch dass Diess die noch mindestens bis Juli sinkende Liquidität mit einem rigiden Sparkurs bekämpfen und Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Investitionen sowie Fixkosten deutlicher als bisher geplant kappen will, stieß intern auf Widerstand.

An der Börse sorgte die Demontage von Diess für Unsicherheit. Nach den zuletzt starken Tagen, in denen sich die DAX-Aktie (146,74 Euro; DE0007664039) auch dank guter Absatzzahlen aus China sogar gegen erneute Strafzoll-Drohungen von Donald Trump behaupten konnte, gab sie zu Handelsbeginn rd. 4% nach. Mit unserer Kaufempfehlung für VW in PB v. 20.4. haben wir dennoch einen guten Riecher bewiesen. Die gekappte Prognose und schwache Q1-Absatzzahlen sorgten für einen Kursrücksetzer, den wir zum Einstieg nutzten. Inzwischen ist das Papier um mehr als 13% gestiegen. Nach den aktuellen Gewinnmitnahmen dürften neuen Käufer von dem niedrigeren Kursniveau angelockt werden.

Greifen Sie bei VW daher weiter zu. Stopp hoch auf 114,40 Euro.

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