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Kryptowährungen – Gemessen an US-Geldmenge erstaunlich mächtig

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Bitcoin © CC0 Public Domaine

_ Am Donnerstag ist der Kurs des Euro unter die Schwelle von 1,20 US-Dollar gefallen. Unter Druck steht die europäische Gemeinschaftswährung erst seit kurzem. Der Dollar hingegen profitiert von steigenden Zinsen.

Erst jüngst hatte sich US-Notenbankchef Jerome Powell dazu geäußert, allerdings zurückhaltend, wie es sich für einen Währungshüter gebührt. Für deutlich mehr Furore sorgt aktuell das rasante Wachstum der Schattenwährungen. Gemessen an der US-Geldmenge sind Kryptowährungen lt. DWS bereits „erstaunlich mächtig“, wie es in einer aktuellen Analyse der Fondsgesellschaft heißt.

Auch das trägt zur Nervosität der Zentralbanken bei. DWS errechnet einen Marktwert der Kryptowährung von (relativ) fast 10% zur recht breit gefassten US-Geldmenge M2, die zuletzt ebenfalls stark gestiegen ist und bei über 20 Bio. Dollar liegt. Wann die Schmerzgrenze für die Notenbanken erreicht ist, weiß freilich auch die DWS nicht. Angesichts der beacht-lichen Größe des Kryptomarktes halten es die DWS-Experten für wahrscheinlicher, dass eine Intervention eher auf ein kontrolliertes Luft-Rauslassen denn ein abruptes Ende hinauslaufen dürfte.

Aber den Stecker hat bisher noch keine der großen Zentralbanken gezogen. Weder sie, noch die staatlichen Regulierer können dem Thema gleichgültig gegenübertreten, ist die Hoheit über die Geldmenge und die Sicherheit von Zahlungsalternativen doch von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Dabei stellt sich auch die Frage, ob gravierende Interventionen überhaupt noch machbar wären, ohne größere Turbulenzen an den Finanzmärkten auszulösen.

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