Evonik – Kullmann stapelt nach Milliardendeal tiefer

Pünktlich zur Bilanz-PK am Dienstag (5.3.) konnte Christian Kullmann, CEO des Essener Spezialchemikers Evonik, noch die Tinte unter den Verkauf seines Methacrylat-Geschäfts an den US-Finanzinvestor Advent trocken pusten. Stolze 3 Mrd. Euro und damit das 8,5-fache des EBITDA der Plexiglas-Sparte (abzüglich rd. 500 Mio. Euro Pensionsverpflichtungen) spült der Evonik-Chef auf diesen Weg in die Kriegskasse.

Der Erlös soll in die Wachstumsstrategie des MDAX-Konzerns fließen, mit der Kullmann seinem Portfolio einen klaren Schliff verleihen will. Der Umbau zum robusteren und Kullmanns Worten nach besten Spezialchemieunternehmen der Welt läuft unterdessen voll nach Plan, wie das Zahlenwerk fürs Gj. 2018 belegt. Konzernweit kletterten die Umsätze in Essen trotz schwächerer Weltwirtschaft und anhaltender politischer Unsicherheit um 4% auf 15 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA legte sogar um 10% auf 2,6 Mrd. Euro zu. Unterm Strich sprang der bereinigte Nettogewinn dank der rentablen Zukäufe der vergangenen beiden Jahre um stolze 29% auf den Rekordwert von 1,29 Mrd. Euro. An der Börse erntete der Vorstandschef entsprechenden Jubel, 5% ging es für die Aktie des Ruhr-Riesen in der Spitze rauf. Gebremst wurde die Euphorie über die strategischen Fortschritte allerdings durch Kullmanns Ausblick für das laufende Jahr.

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