Kirkland und McDermott für die Strauss-Rettung mandatiert

Das Amtsgericht Düsseldorf hat Andreas Ringstmeier von der Kanzlei Ringstmeier & Kollegen zum Sachverwalter von Strauss Innovation bestellt. Die rheinländische Warenhauskette hat ein Schutzschirmverfahren beantragt, um die drohende Insolvenz abzuwenden. McDermott Will & Emery berät mit dem Partner Matthias Kampshoff (Restrukturierungs-/Insolvenzrecht, Düsseldorf) die Geschäftsführung des Unternehmens. Der alleinige Eigner Sun European Partners, der europäischen Beratungsgesellschaft von Sun Capital Partners, mandatierte Kirkland & Ellis mit dem Partner Bernd Meyer-Löwy (Restrukturierung, München).

Gemeinsam mit der Geschäftsführung, den Arbeitnehmervertretern und den Gläubigern will Ringstmeier Strauss retten. Die Geschäftsleitung des in Langenfeld sitzenden Unternehmens hat vergangene Woche beim Düsseldorfer Amtsgericht den Antrag auf erleichterte Sanierung gestellt. Es bleiben jetzt knapp drei Monate, in denen die Pleite des Unternehmens mit seinen 1 400 Arbeitsplätzen und 95 Filialen noch abgewendet werden kann. Die Geschichte des 1902 gegründeten Spezialisten für Haushalts- und Textilwaren sowie Inneneinrichtung verlief zuletzt turbulent. Die Familie hatte bereits Ende der 1980er Jahre an Investoren verkauft. Die Konsumzurückhaltung auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 führte zu ersten Schwierigkeiten. Es folgte der Einstieg des Finanzinvestors EQT (Wallenberg). Die Schweden stießen Strauss Innovation 2011 an das Unternehmen Sun Capital, das sich zuletzt vergeblich um eine Perspektive für Neckermann bemüht hatte, ab. Kirkland & Ellis hatte den Investor bereits damals beraten.

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