Recht

  Recht (1499)

Mit der Aufspaltung des bisher gebündelten Makler- und Bankgeschäfts hat der Finanzdienstleister MLP das regulatorische Korsett etwas gelockert. Dabei vertraute MLP auf die Kanzlei GSK Stockmann und ein Team um die Partner Uwe Jäger (Corporate, Heidelberg), Oliver Glück sowie Local Partnerin Daniela Eschenlohr (beide Bank- und Aufsichtsrecht, München).

Bereits im März 2017 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet, jetzt konnte auch der kartellrechtliche Genehmigungsprozess abgeschlossen werden: Maersk, Branchenprimus in der Containerschifffahrt, übernimmt seinen Konkurrenten Hamburg Süd. Die kartellrechtliche Prüfung in weltweit 23 Jurisdiktionen wurde von einem internationalen Team der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer unter Leitung des Hamburger Partners Marius Berenbrok (Global Transactions/Disputes) begleitet.

Mit der Übernahme des monatlich erscheinenden Luxusmagazins „Madame“ holt sich die Bauer Media Group einen weiteren Titel für ihr Premiumportfolio ins Haus.

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Beschluss vom 29.3.17 die Regelung zum Verlustabzug bzw. Verlustuntergang bei Kapitalgesellschaften für verfassungswidrig erklärt. Damit werden einer Kernregelung der deutschen Unternehmensbesteuerung deutliche Schranken gesetzt. Bis Ende 2018 muss der Gesetzgeber das Körperschaftsteuergesetz (KStG) rückwirkend zum 1.1.08 nachbessern. Doch schon jetzt besteht akuter Handlungsbedarf. Worauf sich Unternehmenslenker einstellen müssen und wie steuerliche Nachteile vermieden werden können, erläutern Ulrike Bär und Florian Merkle, Anwälte der Sozietät Osborne Clarke.

Für Verkäufer attraktiver Mid- und Large-Cap-Unternehmen könnte es derzeit kaum besser laufen. Die guten Rahmenbedingungen und ausreichende Liquidität sorgen weiter dafür, dass die Käufer Schlange stehen und sich die Rally im M&A-Geschäft bis ins neue Jahr hinein fortsetzen dürfte. Zu diesen zentralen Einschätzungen kommt eine neue Studie von CMS Hasche Sigle in Zusammenarbeit mit dem Magazin Finance. Im Rahmen der Studie werden dreimal pro Jahr leitende Mitarbeiter aus den M&A-Abteilungen deutscher Unternehmen sowie Investmentbanker und Berater anonym befragt.

Gerät ein Unternehmen ins Visier der Staatsanwaltschaft, stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, Anwälte mit einer internen Untersuchung zu beauftragen und mit der ermittelnden Staatsanwalt zu kooperieren. Was beispielsweise in den USA schon länger gängige Praxis ist, stößt bei deutschen Strafverfolgungsbehörden bisweilen auf Vorbehalte. Worauf Unternehmen bei internen Untersuchungen achten sollten, erläutern Lukas Ritzenhoff und Julia Rost, Anwälte der Kanzlei Hengeler Mueller.

Hogan Lovells hat die Frankfurter Partnerin Kerstin Neighbour zur neuen Europa-Chefin der Praxisgruppe Arbeitsrecht ernannt.

Die Wirtschaftskanzlei Eversheds Sutherland holt sich Verstärkung in der immobilienrechtlichen Beratung. Seit dem 1.12.17 gehört Stefanie Fuerst als Partnerin zum Hamburger Team. Bereits zum 1.10.17 wechselte Annette Griesbach als Counsel zu Eversheds.

Mit einem Neuzugang im Gewerblichen Rechtsschutz startet Heuking Kühn Lüer Wojtek ins neue Jahr.

Mit den Urteilen gegen Anton Schlecker und dessen Kinder Meike und Lars Schlecker endete am 27.11.17 vorerst die strafrechtliche Aufarbeitung der „Schlecker-Insolvenz“. Ein völliges Ende ist indes noch nicht in Sicht. Die Schlecker-Geschwister, die zu nicht mehr bewährungsfähigen Haftstrafen verurteilt wurden, haben bereits Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt.

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