Finanzen

Völlig überraschend kommt der angekündigte Verkauf von Real durch Metro nicht. Denn die Düsseldorfer haben mit der Abspaltung von Galeria Kaufhof und der Trennung von Ceconomy schon vor Jahren diese Fokussierung erkennen lassen.

In Braunschweig hat das Musterverfahren gegen VW begonnen. Zeitgleich liefert der ebenfalls tief im Dieselsumpf steckende Autobauer Daimler Rekord-Absatzzahlen der Marke Mercedes-Benz. In den ersten acht Monaten des Jahres – und damit so früh wie nie zuvor – knackten die Stuttgarter die Ausliefermarke von 1,5 Mio. Fahrzeugen mit dem Stern (+1,1%) und behaupteten damit ihre Position als weltweit absatzstärkste Premiummarke.

Nicht der starke Euro, sondern vor allem der Verfall des argentinischen Peso belastet die Q2-Zahlen bei Merck. Denn hier fehlte es an der entsprechenden Absicherung. Beim Pharma- und Spezialchemieriesen sank daher das EBITDA um rd. 14% auf 920 Mio. Euro bei einem mageren Umsatzplus von 0,5% auf ca. 3,7 Mrd. Euro. Damit unterschritten die Darmstädter die ohnehin zurückhaltenden Analystenschätzungen. Denn Merck befindet sich bekanntlich in einem Übergangsjahr, das CEO Stefan Oschmann jetzt als Jahr „mit vielen Herausforderungen“ bezeichnet.

Nachdem wir in der vergangenen Woche Pepsi mit seinem Zukauf Sodastream analysierten, wollen wir nun den bekanntesten Softdrink-Hersteller Coca-Cola unter die Lupe nehmen. Denn auch dieser Getränkekonzern will seine Geschäftsbasis aufpolieren. Für 5,1 Mrd. US-Dollar soll bis Mitte 2019 die Akquisition der britischen Kaffeehauskette Costa abgeschlossen werden und der Einstieg bei Heißgetränken gelingen. Zwar verkaufen sich Sprite, Fanta und Coca-Cola noch gut, aber immer mehr gesundheitsbewusste Konsumenten suchen Getränke mit weniger Zucker. Deshalb hat der in Atlanta beheimatete Konzern bereits schon länger Tee, Säfte und Wasser im Sortiment.

Nach einer Gewinnwarnung wegen verschobener Projekte im Rennsportbereich war es zuletzt eher ruhig um Sporttotal geworden. Jetzt haben die Kölner zwei der begehrten Projekte doch noch an Land ziehen können. PLATOW sprach mit Vorstandschef Peter Lauterbach darüber, was das für die Aussichten des Unternehmens bedeutet.

Der Höhenflug von Nvidia hat zuletzt einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Von Anfang 2016 bis zum Allzeithoch im Juni bei 269,20 US-Dollar legte die Nasdaq-Aktie (247,84 Dollar; US67066G1040) unglaubliche 730% zu. Doch nach Vorlage der Q2-Zahlen (per 31.7.) in der vergangenen Woche korrigierte das Papier bisher mehr als 6%. Insbesondere die Entwicklung im Krypto-Geschäft enttäuschte Anleger.

Deutschlands drittgrößter Versicherer Talanx bleibt zuversichtlich für 2018, obwohl es einige Sorgen um die Industrie-Feuerversicherung und das US-Lebensversicherungsgeschäft der Tochter Hannover Rück gibt.

In seinen viereinhalb Jahren als CEO hat Satya Nadella den US-Konzern Microsoft gehörig umgekrempelt. War der Software-Riese zuvor noch dem Auf und Ab des PC-Marktes ausgeliefert, so hat der gebürtige Inder den Erfinder des Office-Pakets inzwischen sehr stark auf das Cloud-Geschäft ausgerichtet.

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