Wirtschaft

Nachdem die BASF im Tauziehen um Monsanto den Kürzeren gegenüber Bayer ziehen musste, haben die Ludwigshafener jetzt doch noch einen Weg gefunden, um bei dem 59 Mrd. US-Dollar-schweren Mega-Merger nicht ganz leer auszugehen. Der pfälzische Chemiekonzern übernimmt für 5,9 Mrd. Euro Teile des Bayer-Geschäfts mit Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln (s. a. PLATOW Börse) und baut damit seine Agrochemie-Aktivitäten aus.

Das Zustandekommen des Deals ist dabei an den endgültigen Vollzug der Übernahme des US-Agrarriesen durch Bayer (Anfang 2018) geknüpft, die wiederum ohne Teilverkäufe der Leverkusener nicht über die Bühne geht. BASF wird damit zum aktiven Geburtshelfer der eigenen Konkurrenz. 

Schon seit Wochen bereitet sich die IG Metall akribisch auf das tarifpolitische Kräftemessen mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie vor. Nachdem die regionalen Tarifkommissionen bereits im Vormonat über die Forderungen für die Tarifrunde 2017/2018 diskutiert hatten (s. PLATOW v. 13.9.), verkündete gestern in Frankfurt auch der IG Metall-Vorstand seine Empfehlungen an die Basis. Neben den angekündigten 6% mehr Lohn für 12 Monate, fordert die IG Metall-Führung für die 3,9 Mio. Branchenbeschäftigten vor allem mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit und gibt damit, wie erwartet, den Manteltarifvertrag zum Abschuss frei.

Wo geht die Reise hin? Kaum eine andere Frage beschreibt die Zukunftsdiskussionen über die großen Themen Globalisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung besser. Auch wenn sie alle drei nicht mehr neu sind, verursacht ihr Lostreten doch ständig neue Wellen, die das Altbewährte auf den Kopf stellen und von Politik und Wirtschaft möglichst schnell passende Antworten fordern. In Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen keine einfache Aufgabe, v. a. für den Maschinenbau, der als Anbieter und Anwender von Technologie doppelt betroffen ist.

Es zählt zu den elegantesten Edelmetallen, die unser Planet hervorgebracht hat. Aber Gold ist nicht nur schön anzusehen. Von Anbeginn gilt es als sichere Wertanlage, gut für harte Zeiten und Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Ein Blick auf den deutschen Goldmarkt zeigt: von Nuggets, Münzen, Barren und Gold-Indexfonds können die Bundesbürger gar nicht genug bekommen. Doch warum ist dsas so?

Low-Coster haben es zurzeit nicht leicht. Ryanair kämpft mit Personalproblemen, die zu Flugausfällen bis weit ins Frühjahr 2018 führen werden. Rivale Easyjet muss für das abgelaufene Gj. (per 30.9.) einen herben Gewinnrückgang melden. Nach vorläufigen Zahlen rechnet der Billig-Flieger mit einem bereinigten Vorsteuergewinn von 405 Mio. bis 410 Mio. Pfund (-17%), trotz Rekordzahl von 24,1 Mio. Passagieren im Sommer-Schlussquartal.

Deutlich länger als geplant lief die Suche nach einem neuen Chef für die Etihad Gruppe. Bereits im Frühjahr wurde James Hogan als CEO abgesägt. Er gilt als Architekt der europäischen Beteiligungsstrategie, die maßgeblich von zwei Insolvenzen geprägt ist – Air Berlin und Alitalia. Zwar hat Hogan den Posten offiziell erst im Juli abgegeben, operativ leiten durfte der in Ungnade gefallene Manager Etihad aber längst nicht mehr. Eingesprungen war Personalchef Ray Gammell. Nun ist Etihad fündig geworden. Neuer Chef wird ab Januar der Brite Tony Douglas.

Erst im April hatte Flughafenbetreiber Fraport das Regiment bei den 14 griechischen Regionalflughäfen vom tief in der Kreide steckenden Staat übernommen. Das 1,23 Mrd. Euro-schwere Investment ist die größte Portfolioerweiterung des hessischen MDAX-Konzerns und ein wichtiger Meilenstein für die internationalen Pläne der Frankfurter. Da an der Heimatfront von Zeit zu Zeit eher Flaute herrschte, sucht Fraport-Chef Stefan Schulte nun verstärkt das Glück im Ausland.

Vor fünf Jahren wagte die Talanx den Sprung aufs Parkett. Auf den Bildern von damals ist dem im Frankfurter Handelssaal die Eröffnungsglocke schwingenden Vorstandschef Herbert K. Haas noch die Erleichterung über das geglückte Börsendebüt anzusehen. Denn nur acht Tage zuvor hatte die Talanx nach einem Streit mit den Investmentbanken über den Ausgabepreis den Börsengang überraschend abgesagt.

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