Bet-at-home setzt auf E-Sport

Auch Gamer finden künftig den Weg zu bet-at-home.com Auch Gamer finden künftig den Weg zu bet-at-home.com
© Deborah Weber, pixelio.de
(07.11.2018)

An der Börse konnte bet-at-home.com in den vergangenen Monaten nicht überzeugen. Binnen eines Jahres verlor die Aktie (59,65 Euro; DE000A0DNAY5) rd. zwei Drittel ihres Wertes. Dadurch flog sie auch aus dem SDAX. Genau da will CEO Michael Quatember das Papier aber wieder sehen, wie er im PLATOW-Gespräch klarstellt. In Richtung 90 Euro müsse der Kurs dafür natürlich laufen und auch der Freefloat dürfe nicht verkleinert werden.

Daher kommt für den Österreicher auch kein Aktienrückkaufprogramm in Frage. Dabei ist der Cashbestand mit 67 Mio. Euro (per 30.9.) hoch. Ein Großteil davon dürfte wohl wieder ausgeschüttet werden. Die Basisdividende von 3,00 Euro, die für 2017 bezahlt wurde, sollte laut Quatember übertroffen werden. Dass die Gesamtausschüttung je Papier aber wie in den beiden Jahren zuvor auf 7,50 Euro getrieben wird, ist eher unwahrscheinlich. Dies entspräche derzeit einer Rendite von rd. 13%.

Aber nicht nur der Cashbestand kann sich sehen lassen. Im Q3 erreichte der Sportwettenanbieter mit 13,0 Mio. Euro das höchste Quartals-EBITDA der Unternehmensgeschichte. Die massiven Marketingmaßnahmen zur Fußball-WM machen sich bezahlt und dürften sich auch noch auf das Q4 positiv auswirken. Die 2018er-Guidance (EBITDA: 36 Mio. bis 40 Mio. Euro) bestätigte der CEO daher. Für 2019 ließ er sich noch keinen Ausblick entlocken, außer dass 25% des Umsatzes ins Marketing fließen werden. Spannend könnte es aber auf der Produktseite werden. Denn bet-at-home.com ist seit September mit eigenen Ligen im aufstrebenden Bereich „E-Sport“ aktiv, der sich zu einem weiteren Standbein des Konzerns entwickeln könnte. Mit Blick auf das enorme Potenzial für Cross-Selling ist dieser Ausbau eine sinnvolle Maßnahme für zusätzliches Wachstum. Denn der Kundenschwund am polnischen Markt belastet das Unternehmen kurzfristig weiter (vgl. PB v. 8.11.17). Ob die Aktie, die seit Ende Oktober rd. 27% zulegte, dieses Risiko bereits eingepreist hat, bleibt abzuwarten. Auch wenn wir für 2019 wieder optimistischer sind, ist der Abwärtstrend noch intakt und die Gefahr, erneut ausgestoppt zu werden, damit hoch.

Eine konkrete Einschätzung zur Aktie lesen Sie wie gewohnt in der PLATOW Börse.