Puma bleibt in Feierlaune

Die Marke Puma ist wieder in Die Marke Puma ist wieder in
© RALF ROEDEL PUMA
(04.10.2018)

In der Konzernzentrale von Puma gab es am Montag (1.10.) einen Grund zum Feiern: Das Unternehmen wird 70 Jahre alt. Für Aktionäre waren die letzten Wochen eher wechselhaft. Wie es operativ bei dem deutschen Adidas-Konkurrenten läuft, hat die PLATOW Börse untersucht.

Auch wenn es die von Puma ausgestatteten Fußball-WM-Teams nicht sehr weit brachten, werten wir den Auftritt in Russland als Erfolg. Die Partylaune hält jedenfalls an. Denn am 1.10. feierte die von Rudolf Dassler gegründete Schuhfabrik ihren 70. Geburtstag.

Die Geschichte des Unternehmens ist bekanntermaßen vielfältig und filmreif. Börsianer interessiert aber vielmehr die Zukunft, womit sich der Fokus wieder klar auf die Vermarktung von Sportprodukten konzentriert. Dabei sollen die Erfolge im Fußball und Motorsport durch den Wiedereinstieg in den Basketball ausgebaut werden.

Operativ läuft es rund: Währungsbereinigt kletterte der Umsatz im 1. Hj. auf 2,2 Mrd. Euro (+18,3%). Margenstärkere neue Produkte und Verbesserungen in der Beschaffung trieben das EBIT auf fast 170 Mio. Euro und damit um knapp 50% in die Höhe. Die Marge stieg damit von 5,8 auf 7,8%. Im Vergleich zum Wettbewerber und Stadtrivalen Adidas mit einer Marge von 12,4% besteht aber noch viel Aufholpotenzial. Wir trauen dem Konzern 2018 einen Ergebnisanstieg von rd. 40% und weitere ca. 25% in den Folgejahren zu. Damit rechtfertigt die MDAX-Aktie (436,00 Euro; DE0006969603) allemal das 2019er-KGV von 26.

Wohin die Reise bei dem Titel gehen kann, zeigt der Kursanstieg vom Frühjahr auf 539,00 Euro, als der Großaktionär Kering seine Mehrheitsbeteiligung aufgab. Nach der nun erfolgten Kurskorrektur und der Stabilisierung oberhalb der 200-Tage-Linie dürfte sich ein Einstieg lohnen.

Unsere aktuelle Einschätzung zur Aktie von Puma lesen Sie in der PLATOW Börse vom 4.10.2018.