Sporttotal – Der Löwe brüllt wieder

Nicht nur im Amateurfußball greift Sporttotal wieder an Nicht nur im Amateurfußball greift Sporttotal wieder an
© Sporttotal
(24.08.2018)

Nach einer Gewinnwarnung wegen verschobener Projekte im Rennsportbereich war es zuletzt eher ruhig um Sporttotal geworden. Jetzt haben die Kölner zwei der begehrten Projekte doch noch an Land ziehen können. PLATOW sprach mit Vorstandschef Peter Lauterbach darüber, was das für die Aussichten des Unternehmens bedeutet.

Bei Peter Lauterbach und seiner Sporttotal ist das Wundenlecken nach der Gewinnwarnung von Ende Juni (vgl. PB v. 25.6.) vorbei. Zwei Rennstrecken-Projekte hat das Segment Venue im August gewonnen und sich gegen namhafte Konkurrenten wie Siemens oder AT&T (s. S. 2) durchgesetzt. In Brasilien fließen nach unseren Informationen 12 Mio. Euro Umsatz, was bei einer geschätzten 25%-Marge ein EBIT von 3 Mio. Euro bedeutet; in St. Petersburg sind es wohl rd. 6 Mio. Euro mit einem Ergebnisbeitrag von 1,5 Mio. Euro. „Und die Pipeline ist voll", erklärt CEO Lauterbach selbstbewusst im PLATOW-Interview. Es ist also durchaus möglich, dass noch 2018 ein oder zwei weitere Projektzusagen folgen werden.

Keine neuen Aussagen lässt sich der sonst gerne brüllende Löwe zu der im Juni gesenkten Jahresprognose entlocken. Nach unserer Einschätzung dürften die neuen Projekte, von denen zumindest St. Petersburg teilweise schon 2018 gebucht wird, das untere Drittel der Prognose solide erreichbar machen. V. a. aber verdichten sich die Anzeichen, dass es 2019 deutlich besser laufen wird. Die Aktie (1,93 Euro; DE000A1EMG56) notiert nach dem Juni-Absturz so tief wie seit 2016 nicht mehr. Mit einem 2019er-KGV von 19 ist sie jetzt gar nicht mehr so teuer.

Unsere aktuelle Einschätzung zur Aktie von Sporttotal lesen Sie in der PLATOW Börse vom 24.8.2018.