Bei Borussia Dortmund geht das Abstiegsgespenst um

Signal Iduna Park: Auch nach der kommenden Saison soll es hier wieder Champions League geben. Signal Iduna Park: Auch nach der kommenden Saison soll es hier wieder Champions League geben.
© Borussia Dortmund
(13.08.2018)

Auf letzter Rille gelang Borussia Dortmund im Mai noch die Qualifikation für die Champions League. Dies ist auch für die in wenigen Wochen startende neue Bundesliga-Saison das erklärte Ziel der Schwarz-Gelben. Dennoch treibt den BVB die Angst vor dem Abstieg um. Weniger sportlich als mehr wirtschaftlich. Denn im September steht eine Neubewertung der DAX-Familie an, und die Aktie der 09er droht dann aus dem SDAX zu fallen. Die in den vergangenen Jahren größer gewordene Investorengruppe von Fondsgesellschaften aus dem anglo-amerikanischen Raum könnte sich dann zurückziehen, was weitere Kursverluste nach sich ziehen dürfte.

Auch wenn die Entwicklung der BVB-Aktie (6,18 Euro; DE0005493092) enorm vom sportlichen Erfolg abhängt, war der massive Kursanstieg im vergangenen Herbst nicht nur dem erfolgreichen Saisonstart geschuldet. Der Verkauf von Offensiv-Star Ousmane Dembélé habe gezeigt, welch große Stille Reserven im Dortmunder Kader schlummern, erläutert CFO Thomas Treß im PLATOW-Gespräch. Das habe den Titel angetrieben. Daher hält der Club an seiner Strategie fest, junge Spieler weiterzuentwickeln. Um solche Talente zu gewinnen, muss ihnen aber Champions League-Fußball geboten werden. Damit das erreicht wird, benötigt das Team ein Gerüst aus gestandenen Spielern, wie auch der jüngste Transfer des belgischen Superstars Axel Witsel zeigt. Solche Spieler gepaart mit sportlichem Erfolg sorgen auch für wirtschaftliches Wachstum. Denn das weltweite Interesse am BVB nimmt dadurch zu. Mit virtueller Werbung will Treß davon profitieren. Dadurch könne die TV-Übertragung eines BVB-Spiels in Deutschland mit Bandenwerbung deutscher Unternehmen ausgestrahlt werden, während bspw. Zuschauer in China Werbung chinesischer Konzerne am Bildschirm sehen. Mit dieser Multiplikation der Werbeflächen seien mittelfristig hohe sieben- bis achtstellige Beträge realisierbar, so Treß, der den BVB in der Bundesliga als Vorreiter in diesem Bereich sieht.

Die Aktie des BVB hat sich zuletzt wieder stabilisiert und seit Juli 15% zugelegt. Auch wenn eine eventuelle Abstufung aus dem SDAX das Papier belasten wird, halten wir die personellen Veränderungen in Team und Trainerstab für aussichtsreich. Wir rechnen mit einer erfolgreichen Saison, an der sich nicht nur Fans, sondern auch Aktionäre erfreuen können.

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